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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 9. 8. [1894]
Goldmann, Paul
Paris
Empfang: [10. 8. 1894 – 14. 8. 1894?]
Schnitzler, Arthur
Bad Ischl
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.NZ85.1.3164
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.734 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit Bleistift auf dem ersten Blatt die Jahreszahl »94« vermerkt

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 9. 8. [1894]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02610.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02610«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Donnerstag, 9. 8. 1894

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Weiteres

Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 9. 8. [1894]

Fondateur M. L. Sonnemann.
Journal politique, financier,
commercial et littéraire.
Paraissant trois fois par jour.
Bureaux à Paris:

Mein lieber Freund,

Alles kracht plötzlich zusammen. Gestern erhielt ich Ordre von meinem Journalsofort meinen Urlaub anzutreten und nach Orange zu fahren, um über die Aufführungen im antiken Theater zu berichten. Es ist ekelhaft und gemein, aber da gibt es keine Weigerung. Demgemäß ändern sich sämmtliche Dispositionen. Mein Urlaub geht auf diese Weise bereits am 12. September zu Ende. |Und da ich die letzten acht Tage in Frankfurt verbringen mußso könnte ich nur zwischen dem 20. August und 3. September mit Euch zusammen sein. Ich würde Alles thun, um dieses Zusammensein zu ermöglichen, keine Reisscheuen etc. Ich habe ein solches Bedürfniß danach, mir Eure lieben Gesichter aufzufrischen, mit Euch zu plaudern und mich bei Euch moralisch und geistig zu kräftigen. Ich wäre tief traurig, wenn dieses Zusammensein unmöglich wäre. Kann |ich nicht Alle sehen, so möchte ich wenigstens mit Einem zusammensein, am Liebsten natürlich mit Dir.
Kurzum: Könntet Ihr die Reise in Tirol um acht Tage früher beginnenso käme ich direct aus Südfrankreich nach Tirol. Am Liebsten wäre es mir freilich, wenn wir uns in Italien treffen könnten. Pisa Genua, Florenz, Venedig. Wie herrlich wäre es z. B., wenn wir acht Tage in Venedig  bummeln könnten! Solltest Du das nicht zu |machen vermögen? Aber ich mache dir keine weitern Vorschläge und überlasse Alles deiner Güte und Freundschaft.
Schreibe mir sofort nach dem Empfang dieses Briefes an meine Pariser Adresse, oder telegraphire mir dorthin (Goldmann, Paris, 24. Feydeau). Ich habe Ordre gegeben, daß mir Briefe nachgeschickt und Telegramme nachtelegraphirt werden. Gib mir auch an, wohin ich dir brieflich oder telegraphisch antworten kann? Von Herzen
Dein
Paul Goldmann.
|Tausend Dank für den lieben Brief aus Salzburg
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar