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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 11. 5. 1891
Goldmann, Paul
Lüttich
Empfang: 14. 5. 1891
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.NZ85.1.3162
Typ Postkarte
Beschreibung 998 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Versand Stempel 1:
  • Ort: Liege
  • Datum: 11 Mai 1891
  • Zeit: 11–S
Stempel 2:
  • Ort: Wien 1/1
  • Datum: 14. 5. 91
  • Zeit: VIII–IX½
  • Vorgang: Bestellt
Schnitzler mit Bleistift das Datum »11/ 5. 91« vermerkt

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 11. 5. 1891. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02662.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02662«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02662.html |titel=Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 11. 5. 1891 |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1891-05-11 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Montag, 11. 5. 1891

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Weiteres

Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 11. 5. 1891

Monsieur le docteur Arthur Schnitzler

|Lüttich 11. Mai. Lieber alter Freund! Einen kurzen Gruß einstweilen. Ich habe über Nacht Marschbefehl erhalten und bin seit heut im belgischen Strikerevier. Fürchterliche Arbeit – aber eine neue, herrliche Welt. Ich stecke voll neuer Eindrücke bis unter’s Dach. Soeben habe ich einen Apostel der Heilsarmee, der mich bekehren wollte, hinausgeschmissen. Zwei Königreiche dafür, Dich mitzuhaben! Eine neue Zeit beginnt für mich – Gott gebe, daß die neuen Vorsätze anhalten. Eine neue Zeit auf dem Boden der alten, der ganz alten Moral. Kein Künstler mehr – ein sachlicher Philister stattdessen; kein Genußmensch – sondern Pflichtenmensch; nicht mehr ich – sondern ein Sohn meiner Mutter und ein Bruder meiner Schwester. Tu tarderas de me comprendre. Dank einstweilen für Deinen lieben, lieben Brief! Zwei Zeilen nach Brüssel Poste restante . .  bitte, bitte! Ich grüße Dich von ganzem Herzen. Dein Paul.
Lüttich – nein, das läßt sich nicht sagen.
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar