Einstellungen

Ansicht
Faksimile
Bilder neben dem Text
Textkritik
Textkritische Zeichen
Langes-s (ſ)
Gemination m (m̅)
Gemination n (n̅)
Streichung
Hinzufügung
Markierung von Entitäten
Alle Markierungen
Personen
Werke
Orte
Institutionen
Ereignisse

Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 13. 8. [1895]
Goldmann, Paul
Bad Tölz
Empfang: [14. 8. 1895 – 18. 8. 1895?]
Schnitzler, Arthur
Bad Ischl
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.NZ85.1.3165
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.230 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit Bleistift das Jahr »95« vermerkt

Textqualität

Diese Abschrift wurde noch nicht ausreichend mit dem Original abgeglichen. Sie sollte derzeit nicht – oder nur durch eigenen Abgleich mit dem Faksimile, falls vorliegend – als Zitatvorlage dienen.

Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 13. 8. [1895]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02744.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02744«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02744.html |titel=Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 13. 8. [1895] |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1895-08-13 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Dienstag, 13. 8. 1895

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Weiteres

Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 13. 8. [1895]

(Gazette de Francfort). Toelz, 13. August.
Fondateur M. L. Sonnemann.
Journal politique, financier,
commercial et littéraire.
Paraissant trois fois par jour.
Bureau à Paris

Mein lieber Freund,

Das wäre schön, wenn Du ein wenig hieher kommen wolltest! Freilich, es wäre ein wahres Opfer. Denn der Ort bietet nichts. Die Berge sind nur von fern zu sehen, und selbst diese Fernsichten sind in den österreichischen Alpen schöner. Man ißt schlecht u. wohnt ohne Comfort. Das Bade-Publicum ist einfach unmöglich. Ich verkehre nur mit Bauern. |Endlich ich selbst treibe Selbstpein und brüte Schwermuth. Wenn Du freilich trotz alledem kommen wolltest, so wärs schön u. dankenswerth im höchsten Grade.
Nach Salzburg werde ich nicht kommen können, der Kur wegen.
Warum willst Du auf einmal so mit aller Gewalt nach dem Norden?
Ich gehe stundenweit über Land u. lese den »Faust«. Wie man in das |Buch hineingewachsen ist! Jetzt ist Alles so einfach und klar, und das Meiste hat man selbst erlebt. Aber gelungen ist ihm – dem Goethe – doch eigentlich nur das Menschliche u. das Teuflische (das ist das selbe; denn das Teuflische ist nur Ironie über das Menschliche). Aber wo er vom Himmel spricht, wird er conventionell oder rhetorisch. . . . . 
Ich hoffe, Du bist wohlbehalten von Wien |zurückgekehrt. Nun schreibst Du mir wohl bald wieder, besonders: ob u. wann Du kommst?
Viele treue Grüße Dir u. Richard
Dein
Paul Goldmann
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar