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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 19. 8. [1895]
Goldmann, Paul
Bad Tölz
Empfang: [20. 8. 1895 – 24. 8. 1895?]
Schnitzler, Arthur
Bad Ischl
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.NZ85.1.3165
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.483 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler 1) mit Bleistift das Jahr »95« vermerkt
2) mit rotem Buntstift zwei Unterstreichungen

Textqualität

Diese Abschrift wurde noch nicht ausreichend mit dem Original abgeglichen. Sie sollte derzeit nicht – oder nur durch eigenen Abgleich mit dem Faksimile, falls vorliegend – als Zitatvorlage dienen.

Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 19. 8. [1895]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02745.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02745«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Montag, 19. 8. 1895

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Wiener Schnitzler
Weiteres

Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 19. 8. [1895]

Fondateur M. L. Sonnemann. Toelz, 19. August.
Journal politique, financier,
commercial et littéraire.
Paraissant trois fois par jour.
Bureau à Paris

Mein lieber Freund,

Also von Herzen Glück auf den Weg – auf den guten Weg, der Dich zu mir führen soll. Ich freue mich auf unser Wiedersehn und ich fürchte mich zugleich davor aus Gründen, die Du gewiß verstehst, ohne daß ich sie sage. . . . . 
Ich wohne in Krankenheil, Villa Carlo. Aber Du telegraphirst mir wohl am Tage vor Deiner Ankunft, |damit ich nur ja zu Hause bin.
Deine Fahrt wird schön sein. Wenn ich nur wüßte, was man thun könnte, damit Du gutes Wetter hast!
Wenn Du die Frau Andreas siehst, so grüße sie von mir recht herzlich. Ich möchte sie gern einmal wiedersehen, wüßte ich nur wie und wo?
Mamroth ist it noch bei der »Frankfurter Zeitung«, auch tritt er seinen großen Urlaub erst nächstens an. |Hingegen war er in der letzten Zeit mehrmals vom Büreau abwesend, und ich müßte den präcisen Zeitpunkt wissen, um die Anfrage genau beantworten zu können. . . . . . 
Ich bin heut so traurig u. hoffnungslos. Bin hier ganz allein u. habe Muße, über mich nachzudenken. Das isschrecklich. Ich schreibe Dir das nur, um Dich darauf vorzubereiten, daß Du mich nicht in jener guten Stimmung treffen wirst, von der Dein lieber Brief spricht.
|Das ganze Jahr über habe ich mich auf das Wiedersehn mit Dir gefreut. Jetzt solls kaum mehr eine Woche dauern. Merkwürdig, wie die Begebenheiten langsam und geräuschlos heranrücken! Es scheint Alles still zu stehen, und nun auf einmal ists nur noch eine Woche! . . . . . 
Grüß’ Dich Gott, mein lieber Freund!
Dein
Paul Goldmann
Grüße an Herrn Salten!
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar