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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 14. 10. [1895]
Goldmann, Paul
Paris
Empfang: [15. 10. 1895 – 19. 10. 1895?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.NZ85.1.3165
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 2 Seiten, 874 Zeichen
Handschrift blaue Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler 1) mit Bleistift das Jahr »95« vermerkt
2) mit rotem Buntstift eine Unterstreichung

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 14. 10. [1895]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02752.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02752«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Montag, 14. 10. 1895

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Weiteres

Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 14. 10. [1895]

Fondateur M. L. Sonnemann. Paris, 14. October.
Journal politique, financier,
commercial et littéraire.
Paraissant trois fois par jour.
Bureau à Paris

Mein lieber Freund,

Dank für Deinen lieben Brief! Schreib’ mir ausführlicher, sobald Du kannst, aber nicht früher: ich warte gern.
Ich schreibe Dir heut nur, weil ich soeben Bahrs Referat gelesen habe. Das ist keine Kritik, das ist ein Bubenstreich. Ich sehe von der Dummheit und Gemeinheit ab, mit der die literarische Beurtheilung abgefaßt ist. Aber dieser Artikel enthält persönliche Beleidigungen gegen Dich. |Ich habe vor Entrüstung gezittert, als ich das las. Wäre ich in Wienso würde ich den Menschen zur Rechenschaft gezogen haben. Du selbst kannst kaum etwas machen, da die Welt Dir in jedem Falle Unrecht geben würde. Aber ich halte es für absolut unumgänglich, daß Du Deine persönlichen Beziehungen zu dem Burschen abbrichst. Das Gleiche erwarte ich von Richard. Ein Bube, der mit Schmutz wirft, gehört nicht in Eure Gesellschaft.
Viele treue Grüße! Dein
Paul Goldmann.
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar