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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 6. 11. [1895]
Goldmann, Paul
Paris
Empfang: [7. 11. 1895 – 11. 11. 1895?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.NZ85.1.3165
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 3 Seiten, 987 Zeichen
Handschrift blaue Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit Bleistift das Jahr »95« vermerkt

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 6. 11. [1895]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02754.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02754«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Mittwoch, 6. 11. 1895

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Schnitzler/Bahr
Wiener Schnitzler
Weiteres

Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 6. 11. [1895]

Fondateur M. L. Sonnemann.
Journal politique, financier, Paris, 6. November.
commercial et littéraire.
Paraissant trois fois par jour.
Bureau à Paris:

Mein lieber Freund,

Seit 14 Tagen warte ich auf jeden neuen Tag, in der Hoffnung, er werde mir eine freie Stunde bringen, um Dir antworten zu können, aber die freie Stunde will nicht kommen. Endlose Kammer-Debatten, Ministersturz, Krisis, neues Cabinet, Streike von Carmaux, Prozeß de Nayve, dazwischen Theater und sonst allerhand – es bleibt gerade Zeit zum Essen und zum Schlafen, und auch diese nicht immer. Ich |hätte Dir soviel zu sagen, möchte Dir für Deine letzten so lieben Briefe danken, – aber diese Arbeits-Woge isstärker, als mein guter Wille, und ich kann nichts machen, als warten, bis sie vorüber ist. Dieser Tage hoffe ich endlich Dir ausführlicher schreiben zu können. Einstweilen sollen diese wenigen Zeilen mich nur bei Dir entschuldigen. Wenn ich nach der Kammer gehe, kaufe ich mir hier und da ein Wiener Blatt auf dem Boulevard und sehe mit Freude, daß die »Liebelei« ihren |Platz im Repertoire behält. Das isschön.
Viele treue Grüße!
Dein
Paul Goldmann.
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar