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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 2. 4. [1896]
Goldmann, Paul
Paris
Empfang: [3. 4. 1896 – 7. 4. 1896?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.NZ85.1.3166
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.616 Zeichen
Handschrift blaue Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler 1) mit Bleistift das Jahr »96« vermerkt
2) mit rotem Buntstift eine Unterstreichung

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 2. 4. [1896]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02770.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02770«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Donnerstag, 2. 4. 1896

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Weiteres

Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 2. 4. [1896]

Fondateur M. L. Sonnemann.
Journal politique, financier,
commercial et littéraire.
Paraissant trois fois par jour.
Bureau à Paris:
24. Rue Feydeau. Paris, 2. April.

Mein lieber Freund,

Das ist auch noch nicht der lange Brief, sondern nur eine Nachschrift zum gestrigen. Ich empfing gestern Nachmittag den Besuch des M. Schefer, eines gescheiten und vornehmen Mannes (Professor an der École des Sciences Politiques etc.), der in der »Nouvelle Revue«, die zu den angesehensten und gelesensten Revuen gehört, nächstens eine Rubrik über auswärtige Literatur eröffnen wird. Er will das nicht so oberflächlich machen, wie dies sonst hier geschieht, will gründlich auf die Sache |eingehen und alle Zusammenhänge beleuchten. Er frug mich um Rath wegen des deutschen Geisteslebens und wollte den Namen eines neuen Talents wissen, mit dem er seine Besprechungen über deutsche Literatur einleiten könnte. Du kannst Dir denken, daß ich eifrig die Gelegenheit ergriff, um ihm von Dir zu sprechen. Es scheint, daß Du gerade das bist, was er braucht, er war ganz Feuer und Flamme, nahm mir mein Exemplar von der »Liebelei« weg (was er lieber hätte nicht thun |sollen), ließ sich Deine Photographie zeigen und erwartet Deine Bücher, deren Zusendung ich ihm in Deinem Namen versprochen habe. Bitte, schicke ihm also: 1.) Sterben 2.) Liebelei 3.) Anatol. Schreibe in eines der Bücher (oder in alle) À Monsieur Schefer, Hommage de l’auteur, mit Unterzeichnung Deines Namens. Ich hoffe, das wird gute Früchte tragen; auch eröffnet mir das eine neue Perspective für die Übersetzungs-Angelegenheit, und wir wollen daher dieß, wenns Dir recht ist, |noch ein wenig aufschieben. Adresse: M. Schefer, »Nouvelle Revue«, 18. Boulevard Montmartre, Paris. (Kein Begleitbrief.)
Grüß’ Dich Gott, liebster Freund!
Dein
Paul Goldmn
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar