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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 27. 10. [1896]
Goldmann, Paul
Paris
Empfang: [28. 10. 1896 – 1. 11. 1896?]
Schnitzler, Arthur
Berlin
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.NZ85.1.3166
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.346 Zeichen
Handschrift blaue Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit Bleistift das Jahr »96« vermerkt

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 27. 10. [1896]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02788.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02788«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Dienstag, 27. 10. 1896

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Wiener Schnitzler
Kulturveranstaltungen
Weiteres

Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 27. 10. [1896]

Fondateur M. L. Sonnemann.
Journal politique, financier,
commercial et littéraire.
Paraissant trois fois par jour. Paris, 27. October.
Bureau à Paris

Mein lieber Freund,

Deine lieben Briefe treffen mich in einer Zeit größter Arbeit. Ich kann Dir einstweilen nur mit flüchtigen Worten sagen, wie sehr ich mich freue, daß der große Tag so nahe ist. Ich heiße Dich willkommen in Berlin und wünsche Dir einen frohen und glücklichen Aufenthalt. Nächstens antworte ich Dir ausführlicher auf Deinen letzten längeren Brief, der mich sehr erfreut hat. |Warte jedenfalls nicht auf meine Antwort und schreibe mir gleich ein kurzes Wort über Deine Berliner Eindrücke und insbesondere darüber, wie Dein Stück Dir auf den Proben gefällt. Einen Rath nur in Kürze: Ganz Deutschland steht unter dem Banne des Eindruckes, den die Affaire Bruesewitz gemacht hat. Man lechzt nach einem Wort, das diesschurkischen Officiers-Feiglinge geißelt. Keiner kann besser dieses Wort aus|sprechen, als Du. Leg’ es Deinem anständigen Officier in den Mund, in der Scene, wo er sagt: Solche Leute haben im Frieden eigentlich gar keine Existenz-Berechtigung. Laß ihn noch etwas Allgemeines, Kräftiges, Erlösendes sagen. Dieses Wort allein kann den Erfolg des Sückes entscheiden. Nimm’ meinen Rath an, ich glaube, ich habe Dir selten so gut gerathen! . . . . 
Auf ein Telegramm am Tage nach der Première |rechne ich mit Sicherheit.
Viele treue Grüße!
Und ein inniges Glückauf!
Dein treuer
Paul Goldmann
Schönen Gruß an den Dr. Bie, wenn Du ihn siehst
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar