Einstellungen

Ansicht
Faksimile
Bilder neben dem Text
Textkritik
Textkritische Zeichen
Langes-s (ſ)
Gemination m (m̅)
Gemination n (n̅)
Streichung
Hinzufügung
Markierung von Entitäten
Alle Markierungen
Personen
Werke
Orte
Institutionen
Ereignisse

Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 1. 11. [1896]
Goldmann, Paul
Paris
Empfang: [2.–3. 11. 1896?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.NZ85.1.3166
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 2.001 Zeichen
Handschrift blaue Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit Bleistift das Jahr »96« vermerkt

Textqualität

Diese Abschrift wurde noch nicht ausreichend mit dem Original abgeglichen. Sie sollte derzeit nicht – oder nur durch eigenen Abgleich mit dem Faksimile, falls vorliegend – als Zitatvorlage dienen.

Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 1. 11. [1896]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02789.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02789«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02789.html |titel=Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 1. 11. [1896] |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1896-11-01 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Sonntag, 1. 11. 1896

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Wiener Schnitzler
Kulturveranstaltungen
Kulturveranstaltungen
Weiteres

Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 1. 11. [1896]

Fondateur M. L. Sonnemann.
Journal politique, financier,
commercial et littéraire.
Paraissant trois fois par jour. Paris, 1. November.
Bureau à Paris

Mein lieber Freund,

Es issehr lieb von Dir, daß Du inmitten all’ Deiner Obliegenheiten in Berlin noch Zeit gefunden, mir zu schreiben. Ich danke Dir und sende Dir diese Zeilen nur, damit Du am Morgen des entscheidenden Tages einen Gruß von mir bekommst. Das heißt: entscheiden wird der Tag gar nichts. Alles Wesentliche ist entschieden. Wir wissen Alle, wer Du bist; und Dein neues Stück, wenn es Erfolg hat, kann uns |nichts Neues lehren, – wenn sein Erfolg bestritten wird, kann es an der bereits bestehenden Thatsache nichts ändern, daß Arthur Schnitzler in der gegenwärtigen deutschen dramatischen Bewegung eine der wenigen bemerkenswerthen Erscheinungen ist. Ich sehe also dem 3. November lange nicht mit derselben Spannung entgegen, wie dem Tage der Première der »Liebelei«. Ein neuer Erfolg wäre sehr schön, aber nöthig ist er gerade nicht. Die »Liebelei« mußte Erfolg haben; denn |darin lag Deine ganze Art, und es war die große, ein für alle Mal entscheidende Frage: ob das Publicum »Ja« oder »Nein« dazu sagen würde. Was das Berliner Publicum zu »Freiwild« sagt, ist wichtig mit Rücksicht auf die materiellen Consequenzen – für das Wesentliche aber ist es ganz gleichgiltig. Daß ich Dir trotzdem für ein Telegramm am Mittwoch Vormittag von Herzen dankbar sein werde, versteht sich von selbst.
|Schade, daß Du das »befreiende« Wort nicht findest. Eigentlich ist es schon enthalten in dem Ausspruch: »Solche Leute haben im Frieden gar keine Existenz-Berechtigung«. Laß’ den Schauspieler das nur recht kräftig und deutungsvoll sagen!
Ich hab’ einen Augenblick mit der Idee geliebäugelt, hier auf drei Tage durchzugehen und zur Première zu kommen. Aber, wie gewöhnlich, fehlte das Geld; auch bin ich doch nicht mehr jung genug für solche Husarenstücklein. Ich muß also wieder aus der Ferne zuschauen. Statt meiner kommen meine Wünsche; sie sollen Dir alles Liebe, Gute, Frohe für Dienstag Abend bringen. Ich umarme Dich von Herzen.
Dein treuer
Paul Goldm
Du schreibst mir wohl noch ein Wort aus Berlin?
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar