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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 9. 2. [1897]
Goldmann, Paul
Paris
Empfang: [10. 2. 1897 – 14. 2. 1897?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.NZ85.1.3167
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 2.788 Zeichen
Handschrift blaue Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Beilage handschriftlicher Brief: 1 Blatt, 2 Seiten, schwarze Tinte, Lateinschrift
Schnitzler 1) mit Bleistift das Jahr »97« vermerkt
2) mit rotem Buntstift eine Unterstreichung

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 9. 2. [1897]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02802.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02802«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Dienstag, 9. 2. 1897

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Wiener Schnitzler
Kulturveranstaltungen
Gedruckte Briefwechsel

Eugen Deimel an Arthur Schnitzler, 9.2.1897

Quelle: Heinz P. Adamek (Hg.): In die Neue Welt... Arthur Schnitzler - Eugen Deimel. Briefwechsel. Holzhausen Verlag: Wien 2003

Weiteres

Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 9. 2. [1897]

Fondateur M. L. Sonnemann.
Journal politique, financier,
commercial et littéraire.
Paraissant trois fois par jour. Paris, 9. Februar.
Bureau à Paris

Mein lieber Freund,

Dein lieber Brief, den ich mit Ungeduld erwartet habe, hat mich ein wenig erregt und beunruhigt. In einem Augenblick, wo so wichtige Dinge in Deinem Leben vorgehen, bist Du gar wortkarg; und Du ahnst nicht, wie sehr diese allgemeinen Andeutungen, die man zu errathen versuchen muß, denjenigen quälen können, der in der Ferne liebevollen Antheil an Dir nimmt und nicht weiß, was vorgeht. Was gibts eigentlich? Sags doch heraus mit drei klaren Worten! Worin liegt vor allen Dingen der »Erns|der Verhältnisse, von dem Du sprichst? Bist Du bedroht in irgend einer Weise? Du wirst Dich doch nicht etwa mit Jemandem schlagen müssen? Dann setze ich mich in den Zug und komme nach Wien. Und was soll diese »Flucht«? Wohin willst Du gehen? Komm wenigstens nach Paris, Liebster, – hier kannst Du in irgend einem Vorort wunderschön und billig wohnen, ohne daß ein Mensch von Deiner Anwesenheit etwas zu ahnen braucht. Und wir sollen uns im Sommer nicht wiedersehen? Ja, liebes Kind, willst Du denn nach Australien gehen? Und Du glaubst, daß ich |nach solchen Vorgängen auf eine Aussprache mit Dir verzichten werde, nachdem ich Dich bisher in jedem gleichgiltigen Sommer anzutreffen gesucht? Wo immer und mit wem immer Du bist, – ich komme hin. Und wenn Du mir dieses Freundschafts-Recht versagen wolltest, würde ich das sehr bitter empfinden. Und die äußeren Unannehmlichkeiten, von denen Du sprichst, – kann ich Dir da nicht wenigstens etwas tragen helfen? Kannst Du nicht irgend etwas auf mich schieben? Ich habe einen breiten Rücken.
|Den Anlaß zu allen diesen Vorgängen verstehe ich natürlich; von dem Übrigen habe ich keine Ahnung, da ich die Verhältnisse nicht kenne. Ich bitte dringend um zwei Zeilen Aufklärung.
Ich sende Dir anbei einen Brief von Thorel, den ich auf eine Anfrage bei diesem bekam.
Hast Du noch ein Exemplar von »Mourir«? Bitte, sende es  an Madame J. Marnière, 68. rue Jouffroy, Paris. Schreibe hinein: À Madame J. Marni, hommage respectueux, und Deinen Namen. Es ist eine geistvolle und liebenswürdige femme de lettres  (E. Voilà der »Vie Parisienne«), der ich von Dir gesprochen habe.
Tausend Grüße! Dein
Paul Goldm
 
|[handschriftlich Jean Thorel:] 12 rue de Milan

Cher monsieur Goldmann.

Non, rien de nouveau. Il fallait laisser à Carré quelques semaines. Je les lui ai laissées. Maintenant, je vais le relancer assez souvent. J’ai commencé vendredi dernier. Et je continuerai, en rapprochant de plus en plus les distances. Il faut traquer les directeurs de théâtre, comme on traque les cerfs à la chasse.
Signalez donc à Schnitzler, l’article de Wyzewa dans le Temps du 27 janvier. J’avais dit à Wyzewa que je traduisais du Schnitzler, et il a ainsi cherché |à me rendre service par les quelques lignes extrêmement flatteuses, qu’il a consacrées à Schnitzler –
Je vous tiendrai au courant.
Votre bien devoué
Jean Thorel
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar