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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 16. 2. [1897]
Goldmann, Paul
Paris
Empfang: [17. 2. 1897 – 21. 2. 1897?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.NZ85.1.3167
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.361 Zeichen
Handschrift blaue Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit Bleistift das Jahr »97« vermerkt

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 16. 2. [1897]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02803.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02803«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Dienstag, 16. 2. 1897

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Weiteres

Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 16. 2. [1897]

Fondateur M. L. Sonnemann.
Journal politique, financier,
commercial et littéraire.
Paraissant trois fois par jour. Paris, 16. Februar.
Bureau à Paris

Mein lieber Freund,

Ich stecke mitten in den Kreta-Geschichten und kann Dir heut nur kurz meine Befriedigung über all’ das Beruhigende, das Dein lieber Brief enthält, – und mein Entzücken über die Aussicht melden, Dich hier zu haben. Es ist vielleicht sehr egoistisch, daß ich in all’ Deinem Kummer nur die große Freude sehe, die für mich herauswächst. Aber auch Dir wird Paris gut thun, ich bin dessen sicher. |Du wirst hier Alles von fern und von hoch sehen und wirst leicht darüber hinwegkommen – im Rausch eines Pariser Frühlings.
Wirst Du bald kommen? Es kann geschehen, daß ich Anfang März oder Ende Februar auf vierzehn Tage nach der Riviera gehen muß, um Saison-Feuilletons zu schreiben. Wenn ich Dir also Wohnung besorgen soll, gib’ mir umgehend schriftlichen oder telegraphischen Auftrag. Und laß’ mich nur tüchtig für Dich arbeiten. |Das wird die erste Pariser Wohnung sein, die ich mit Vergnügen suchen werde.
Nun bleib’ aber auch bei dem Plan. Glaub’ mir, nirgends bist Du so aus der Welt, wie in Paris. Daß Du zugleich zum Genusse der Stadt kommst, dafür laß’ mich nur sorgen.
Grüß’ Dich Gott, Liebster! Laß’ Dich nicht von den äußeren Unannehmlichkeiten niederdrücken. »Tout s’arrange« sagt einer meiner hiesigen Freunde, und das ist wahr. |Es gibt nur ein wirkliches Unglück: Die Krankheit. Was von Menschen kommt, ist nicht gefährlich.
Dein treuer
Paul Goldmnn
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar