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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 24. 11. [1897]
Goldmann, Paul
Paris
Empfang: [25. 11. 1897 – 29. 11. 1897?]
Schnitzler, Arthur
Prag
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.NZ85.1.3167
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 3 Seiten, 1.413 Zeichen
Handschrift blaue Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler 1) mit Bleistift das Jahr »97« vermerkt
2) mit rotem Buntstift eine Unterstreichung

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 24. 11. [1897]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02832.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02832«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Mittwoch, 24. 11. 1897

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Kulturveranstaltungen
Kulturveranstaltungen
Gedruckte Briefwechsel

Arthur Schnitzler an Marie Reinhard, 24. 11. 1897

Quelle: Arthur Schnitzler: Briefe 1875–1912. Hrsg. v. Therese Nickl u. Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1981.

Weiteres

Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 24. 11. [1897]

Fondateur M. L. Sonnemann.
Journal politique, financier,
commercial et littéraire.
Paraissant trois fois par jour. Paris, 24. November.
Bureau à Paris

Mein lieber Freund,

Ich hoffe, die kleine Reise wird Dir gut anschlagen und Dich aus Deinen Hypochondrien herausreißen. Auch gibt es hoffentlich in Prag neue Erfolge. Wenigstens wünsche ich das von Herzen.
Als ich heut Deinen Brief erhielt, bekam ich eine solche Sehnsucht nach Heimath und Freunden und Ruhe! Und ich hatte eine solche Lust, all’ diese undankbare Arbeit hier hinzuwerfen, die mir meine Gesundheit zerrüttet und mich um mein Leben bestiehlt!
|Was bin ich doch für ein armer Sklave! Und wie bist Du glücklich gegen mich, selbst mit Ohrenklingen. Ich wünschte, mir klängen die Ohren so wie Dir!
Dein Stück wird sich schon aus dem Unklaren herausarbeiten. Kein Wunder, daß es nicht gleich auf den ersten Wurf gelungen ist, bei all’ den Aufregungen, welche Du hast durchmachen müssen. Auch hast Du ja stets Deine Stücke mehrmals geschrieben. Und wenn gar so kein Talent dazu gehörte, einen |guten ersten Akt zu schreiben, so gäbe es mehr gute erste Akte, als es gibt.
Warum Du von Deiner trüben Zukunft sprichst, begreife ich auch nicht. Ich finde das genaue Gegentheil.
Also erhole Dich recht und genieße die Prager Tage!
Und sieh’ Dir das liebe Gesicht des kleinen Mädchens an und sage mir, was darin steht.
Berichte mir bald und viel!
Von Herzen
Dein
Paul Goldmnn
|Ich hoffe, es kommt zur Revision des Prozesses Dreyfus. Der Esterhazy ist wohl schuldig. Aber wessen? Des Verraths? Der Fälschung? Dunkel, dunkel!
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar