|Frankfurter Zeitung Frankfurt a. M., 17. Juli 1899.
und
Handelsblatt.
Telegramm-Adresse:
Mein lieber Freund,
Unsere Briefe haben sich gekreuzt. Ich schrieb Dir gestern nach Wien und theilte Dir meine
veränderten Sommer-Dispositionen mit. Der Brief wird Dir hoffentlich
nachgeschickt.
Daß Bahr von der »Zeit« weggeht, ist ein Glück für
das Blatt. Wer wird an seine
Stelle kommen? Wenn Du Kanner siehst, so sag’ ihm, ich lasse ihn bitten, es sich so einzurichten, daß er
nicht vor Ende August hierherkommt. Sonst trifft er
mich nicht, und ich möchte ihn doch gar zu gern sehen. Von Remy de Gourmont weiß ich |wenig. Ich muß mich infolgedessen des Urtheils
einstweilen enthalten und will über diesen oder einen anderen Pariser Correspondenten nachdenken.
Ich freue mich, daß Du Dich zerstreust. Könnte ich Dich nur endlich einmal wieder sehen!
Erhole Dich nach Möglichkeit, schreib’ mir bald und sei von Herzen gegrüßt!
Dein treuer
Paul Goldmann
Paul Goldmann
- 1 Für die Redaktion bestimmte Briefe und Sendungen wolle man nicht an die Person eines Redakteurs, sondern stets an die Redaktion der Frankfurter Zeitung adressiren.
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