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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 25. 9. [1899]
Goldmann, Paul
Mailand
Empfang: [26. 9. 1899 – 30. 9. 1899?]
Schnitzler, Arthur
Wiesbaden
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.NZ85.1.3169
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 3 Seiten, 1.017 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler 1) mit Bleistift das Jahr »99« vermerkt
2) mit rotem Buntstift eine Unterstreichung

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 25. 9. [1899]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02887.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02887«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Montag, 25. 9. 1899

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Weiteres

Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 25. 9. [1899]

|Hôtel National Vente des billets de chemin de fer
Milan Bureau de poste dans la maison
Place de la Scala Cooks Coupons
Lumière Eléctrique Mailand 25. September.

Mein lieber Freund,

Wie geht es Dir? Bist Du wieder hergestellt? Wie fühlst Du Dich in Wiesbaden? Rückt die Arbeit vom Fleck? Und hast Du wieder Talent?
Hier ist Sommer, – helles, frohes Licht und linde Luft. Du hättest Dir doch einen Ruck geben und |mitkommen sollen. Es hätte Dir wohlgethan. Und dieses sanfte Entzücken in diesem Italien! Und diese Fülle des Lebens in Mailand!
Während der Fahrt las ich mit hohem Genuß Muellers Gespräche mit Goethe. Das ist kein für die Unsterblichkeit zurecht gemachter Goethe, wie der Eckermannssondern Goethe als Mensch, mit all’ seinen Schwächen auch und manchen Widerwärtigkeiten. Selbst Antisemit war er, der Schuft! Mueller sieht ihn nicht als Gott an, wie Eckermann, |sondern fühlt sich ihm mehr gleich und ist darum kritischer. Und doch wieder, alle die goldenen Worte, die das Buch enthält! . . . 
Schreib mir nach Firenze, ferma in posta!
Viele treue Grüße!
Dein
Paul Goldmnn
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar