Endlich ein Brief! Ich war
schon in Sorge. Jetzt al
so kann ich Dir glückliche Rei
se
wün
schen, – eine frohe
Sommerfahrt
Dir und
der lieben
Gefährtin. Eine
oder die andere Andeutung in Deinem Briefe ver
stehe ich nicht. Du wir
st mir
sie wohl
mündlich aufklären.
Schlimme Nachricht
von
Mizzi Gl. Die
Ärmste!
Hoffentlich
sehen wir uns
in einigen
|Wochen. Ich möchte diesmal
schon
Ende Juli fort, – mit Rück
sicht darauf, daß ich kaput
bin, wie
schon lange nicht. Zur Stärkung der er
schlafften Nerven brauchte ich
allerdings Höhenluft. Darum bin ich wieder un
schlü
ssig geworden bezüglich des
Wörther Sees. An hohen Orten ander
seits fürchte ich die Ein
samkeit. Weiß al
so nicht, was
werden wird.
Nun wir
st Du wohl auch zum Arbeiten kommen, und ich freue mich, daß
der dramati
sche
Stoff vom
|vorigen Jahr
ausgereift i
st und zum
Greifen fertig daliegt. Ich denke, es wird eines Deiner be
sten Stücke werden.
Viele treue Grüße an Dich und Fräulein
Olga!
Dein
Paul Goldmann