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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 12. 6. 1901
Salten, Felix
Wien
Umleitung: 12. 6. 1901
Wien
Empfang: [14. 6. 1901 – 17. 6. 1901?]
Schnitzler, Arthur
Berchtesgaden
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 89, A 2
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 2 Seiten, 1.704 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, lateinische Kurrentschrift
Zufügungen
Ordnung mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »137«
Veröffentlichung 1
Hermann Bahr, Arthur Schnitzler: Briefwechsel, Aufzeichnungen, Dokumente (1891–1931). Herausgegeben von Kurt Ifkovits, Martin Anton Müller. Göttingen: Wallstein 2018, S. 204–205.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Felix Salten an Arthur Schnitzler, 12. 6. 1901. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03313.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L03313«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Mittwoch, 12. 6. 1901

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Schnitzler/Bahr
Wiener Schnitzler
Kalliope Verbundkatalog
Weiteres

Felix Salten an Arthur Schnitzler, 12. 6. 1901

Lieber Freund, es thut mir leid, dass ich Sie nicht mehr gesprochen habe. Bis Sonntag war ich verreist, Karlsbad Prag. Habe in Prag Frl. Bardi und einen hübschen jungen Tenor engagirt, der die größte Ambition hat, ein Sven Skolander zu werden. Von Dr Mandl haben Sie gehört, dass Otti operirt wurde. Das war ziemlich schrecklich, obwol die ganze Sache an sich ja nichts bedeutet und glücklich verlaufen ist. Ich bleibe nun ungefähr acht Tage in Wien und fahre dann nach München, zwei Tage, von dort nach Zürich, drei Tage, (Felix) von da nach Paris, zwölf – 14 Tage und d’dann nach Köln, Frankfurt, Wiesbaden, StuttgartWien. Im Juli werde ich im Salzkammergut oder am Wörthersee sein. Auch zu einer kleinen Radtour wäre ich bereit. Den größten Theil des August bin ich in Wien, mit Ausnahme einer kurzen Reise nach Prag und nach Aussee. Das ist Alles. Ich freue mich, dass Sie ein neues Stück haben, und hege künstlerisch eine ganz bestimmte Erwartung davon. Vielleicht läßt es sich machen, dass Bukovics mir die »Marionetten« abtritt, d. h. wenn Sie mir das Stück geben wollen. Schrei|ben Sie mir darüber. Brahm ist, wie Sie wissen, hier. Wir sahen uns im Theater, ohne uns zu grüßen. Es ist mir ja sonst ganz gleichgiltig, aber ich bereue jetzt, dass ich mich s. Z. doch habe bereden laßen, ihm mein Stück einzureichen. Nun bringt er mich durch sein Benehmen in den peinlichen Verdacht, als sei ich ihm deshalb böse. Ich bin ihm aber garnicht böse, am wenigsten deshalb. Nur sehe ich keine Ursache, sein unfreundliches Verhalten einzustecken.
Von Bahr erfuhr ich, dass Hofmannsthal Samstag geheirathet hat. Schreiben Sie mir, bitte, bald. Hauptsächlich, wohin Sie reisen. Ich habe das »wir« nicht verstanden. Sind Sie mit Ihrer Mama?
herzlichst
Ihr
Salten
    Bildrechte © University Library, Cambridge