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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: [26. 1. 1895]
Salten, Felix
Wien
Empfang: [26. 1. 1895]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 89, A 1
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 3 Seiten, 976 Zeichen
Handschrift Bleistift, lateinische Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit Bleistift datiert: »26/1 95«
Ordnung mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »50«

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Felix Salten an Arthur Schnitzler, [26. 1. 1895]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03149.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L03149«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03149.html |titel=Felix Salten an Arthur Schnitzler, [26. 1. 1895] |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1895-01-26 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Samstag, 26. 1. 1895

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Weiteres

Felix Salten an Arthur Schnitzler, [26. 1. 1895]

|Lieber Freund, ich habe die grösste Verzweiflung vorgefunden. Weinkrämpfe, Zerknirschung, kurz Alles.
Die Sache lief darauf hinaus, dass mir erklärt wurde, wenn nicht morgen um 12, so eine Leiche, ec. ec. Sehr viel Details von menschlicher Wichtigkeit: Bruder, Mutter ec.
Der Schluss war, dass sie sagte, bitte geh’ nach Hause,. Darauf ich, – es ist noch früh. – »Bitte, geh’ ich möchte mich niederlegen.« Darauf ich: Wann sehen wir uns wieder? Sie: Nie!!! Ich: Ist das Ernst? Sie »Nimmer! |denn ich kann nicht.« Darauf bin ich ohne Gruß fort.
Die Sache macht mir den Eindruck, dass zwar noch einiges zu überstehen sein wird, jedoch schließlich wird sich All das geben. Es braucht nur Vorsicht.
Morgen hoffe ich Sie zu sehen. Vielleicht geben Sie mir Nachricht, wann ich zu Ihnen kommen soll, oder kommen selbst |zu mir. Ich werde bis gegen 12h. zu Hause sein.
Jetzt gehe ich zur Humanitas, aus dringendem Bedürfnis nach einer Stunde unter Leuten, die keine tragischen Gebärden haben.
Herzlich Ihr
Salten
    Bildrechte © University Library, Cambridge