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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 25. 7. [1902]
Goldmann, Paul
Berlin
Empfang: [26. 7. 1902 – 30. 7. 1902?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.NZ85.1.3172
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.196 Zeichen
Handschrift blaue Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit Bleistift das Jahr »902« vermerkt

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 25. 7. [1902]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03214.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L03214«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Freitag, 25. 7. 1902

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Weiteres

Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 25. 7. [1902]

Berlin, 25. Juli.

Mein lieber Freund,

Nach langem Schwanken habe ich mich entschlossen, in die Schweiz zu gehen. Ich komme also nicht über Wien. Der Wiener Aufenthalt hat mir zu Pfingsten gar nicht gut gethan; ich bin sehr angegriffen zurückgekehrt. Nach Tirol gehe ich nicht, weil ich fürchte, dort zu viel Bekannte zu treffen und in ein ermüdendes gesellschaftliches |Treiben hineinzugerathen. Ich will einmal ein paar Wochen lang ganz der Ruhe leben und es sogar mit der Einsamkeit versuchen. Vielleicht thut diese meinen gequälten Nerven gut.
Es thut mir unendlich leid, daß ich durch diese Änderung meiner Reisepläne auch der Freude verlustig gehe, Dich wiederzusehen. Ich rechne aber sehr darauf, daß die »Beatrice«-Angelegenheit |Dich schon im Anfang des Winters nach Berlin führen wird. Hat Brahm geantwortet? Und in welchem Sinne? Dr. Löwenfeld, vom »Schillertheater«, ist in Kaltenleutgeben; und wenn Du mit Brahm nicht einig wirst (was ich aber hoffe) kannst Du gleich mit ihm verhandeln.
Ich bleibe noch etwa acht Tage hier und hoffe, von Dir bald zu hören. |Grüße mir Olga und Liesl und sei Du selbst vielmals und von Herzen gegrüßt von
Deinem getreuen
Paul Goldmn
Lies das Buch »Impressionen« von Walther Rathenau.
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar