Einstellungen

Ansicht
Faksimile
Bilder neben dem Text
Textkritik
Textkritische Zeichen
Langes-s (ſ)
Gemination m (m̅)
Gemination n (n̅)
Streichung
Hinzufügung
Markierung von Entitäten
Alle Markierungen
Personen
Werke
Orte
Institutionen
Ereignisse

Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 14. 11. [1903]
Goldmann, Paul
Berlin
Empfang: [15. 11. 1903 – 19. 11. 1903?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.NZ85.1.3173
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.938 Zeichen
Handschrift blaue Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler 1) mit Bleistift das Jahr »903.« vermerkt
2) mit Bleistift auf einem beigelegten Blatt mutmaßlich eine Antwortskizze notiert, die nur unzuverlässig zu entziffern ist: »|Recept. / Nordau – hat falsch berichte d Kriti – sind au glzd. – (folgende.) – u / tagl: d Kritik weiß nicht anzufangen! –) / – / Dora PopperPaul! / – / Nicht leider unsich und«
3) mit rotem Buntstift zwei Unterstreichungen

Textqualität

Diese Abschrift wurde noch nicht ausreichend mit dem Original abgeglichen. Sie sollte derzeit nicht – oder nur durch eigenen Abgleich mit dem Faksimile, falls vorliegend – als Zitatvorlage dienen.

Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 14. 11. [1903]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03388.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L03388«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03388.html |titel=Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 14. 11. [1903] |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1903-11-14 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Samstag, 14. 11. 1903

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Schnitzler – S. Fischer
Schnitzler – S. Fischer
Gedruckte Briefwechsel

Arthur Schnitzler an Samuel Fischer, 14.11.1903

Quelle: Samuel Fischer, Hedwig Fischer: Briefwechsel mit Autoren. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main: 1989. (nur Korrespondenz mit Arthur Schnitzler)

Weiteres

Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 14. 11. [1903]

Berlin, 14. November.

Mein lieber Freund,

Verzeih mir, daß ich so lange nicht geschrieben habe. Ich lebe seit meiner Rückkehr in fortwährend wechselnden Stimmungen, in vielen Sorgen und Widrigkeiten. Eine große Müdigkeit hielt mich vom Schreiben zurück. Im Grunde bleibt doch immer Alles beim Alten. Wozu alsschreiben?
Deine lieben Nachrichten haben mir sehr gefehlt. Warum hast Du mir denn nicht geschrieben? Sind wir denn so formell geworden, daß Einer auf des Andern Brief wartet, um ihm Nachricht von sich zu geben? Gestern |habe ich endlich durch Liesl, die ich bei den »sen Buben« sprach, etwas Näheres über Dich erfahren. Ich habe zu meiner großen Freude gehört, daß es Dir, Deiner Frau und dem Kinde gut geht. Und nicht minder freue ich mich über die Aussicht, Dich bald in Berlin zu sehen. Zu Deinen Erfolgen in der letzten Zeit (Schillertheater, Paris, Bahrs Vorlesung) beglückwünsche ich Dich herzlichst, und ich hoffe, daß das neue Stück diese »schöne« Reihe mit Glanz fortsetzen wird. Den Artikel von Nordau schickte ich Dir, weil ich es bemerkenswerth fand, daß dieser |Mensch, der Alles verreißt, so freundlich über Dich sprach.
Für Fräulein Dora Popper habe ich leider nicht viel thun können. Was mir möglich war, habe ich gethan.
Gourgauds Gespräche mit Napoleon, die ich Dir verdanke (ich werde Dir das Buch in Berlin zurückgeben) haben mir viel Genuß bereitet. Ein herrliches Buch sind Krapotkins Memoiren, (im selben Verlage erschienen), deren Lektüre ich Dir dringend empfehle.
Mit Frankfurt bin ich in reger Correspondenz. Hier und da fährt ein Sturm dazwischen. Ich weiß nicht, was werden soll. Ich mag mich an diese Frau nicht durch Heirath binden, weil das mein wirthschaftlicher |Ruin wäre und weil auch, infolge der Affaire in diesem Winter, viel Schmutz an ihr haftet; anderseits kann ich nicht einmal den Gedanken ertragen, auf sie zu verzichten.
Grüße Deine Frau vielmals, schreib mir bald und sei selbst herzlichst gegrüßt von Deinem getreuen
Paul Goldmann.
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar