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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 7. 9. 1903
Goldmann, Paul
Rovereto
Empfang: [8. 9. 1903 – 12. 9. 1903?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.NZ85.1.3173
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 2 Seiten, 1.198 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 7. 9. 1903. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03386.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L03386«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Montag, 7. 9. 1903

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Weiteres

Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 7. 9. 1903

|Rovereto li 7. September 1903.

Mein lieber Freund,

Wenn Du am 15. September Wien verlassen willst, würde ich wohl kaum die Freude haben, Dich auf meiner Rückreise zu sehen. Meine Freundin ist vor einigen Tagen heimgefahren. Die Briefe des Mannes wurden drohend und schienen eine Katastrophe anzukündigen. Was nach der Heimkehr der armen Frau geschehen ist, weiß ich noch nicht. Auch auf meiner Seite gibt es unvorhergesehene Complikationen. Ich erhielt einen Brief meines Schwagers, der besagt, diese Frau sei nach den Ereignissen dieses Winters nicht mehr eine Frau, die man heirathet, und der mich vor die Wahl zwischen einer Heirath und einem Bruch mit meinem Schwager stellt. .  Mein Onkel, den ich unterwegs getroffen, spricht zu mir in dem milden und mitleidigen Tone, in dem man zu Jemandem spricht, der im Begriff ist, sich in ein großes Unheil zu stürzen. Ich weiß in diesem |Widerstreit der Empfindungen wieder nicht aus noch ein.
Heut fahre ich ein paar Tage nach Venedig. Vor Montag bin ich kaum in Wien. Natürlich wirst Du Dich in Deinen Reisedispositionen durch mich keineswegs stören lassen. Wenn Du mir etwas schreiben willst: Venedig, Poste restante.
Ich grüße Dich und Deine Frau auf das Herzlichste.
Dein treuer
Paul Goldmn
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar