|Berlin, 20. 11. 25.
Lieber Freund,
Mit großer Bewegung lese ich soeben ein Münchener Telegramm, das den Tod von Marie Glümer meldet.
Alte Zeiten werden wieder lebendig, Bilder aus ferner Vergangenheit steigen auf. Ich sehe das junge Mädchen, das die Verstorbene einst war, sehe Dich, ihren Freund, den jungen Arzt u. Dichter, sehe mich im Beisammensein mit euch Beiden. Gespräche, die ich damals mit Dir geführt, wachen
wieder auf, – ich erinnere mich an Wien, an
Salzburg.
Die Frau, die dahingegangen
ist, war längst aus Deinem Leben ausgeschieden. Aber sie hat Dir einst viel bedeutet. Ich habe an alledem |teilgenommen u. will
Dir nur sagen, daß ich dessen eingedenk bin u. daß mich der Tod Deiner einstigen Freundin sehr ergriffen
hat.
Mit herzlichem Gruß
Dein
Paul Goldmann.
Dein
Paul Goldmann.
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