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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 5. 7. 1908
Salten, Felix
Wien
Empfang: [6. 7. 1908 – 10. 7. 1908?]
Schnitzler, Arthur
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 89, B 1
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 1 Seite, 1.268 Zeichen (Briefpapier mit Trauerrand)
Handschrift schwarze Tinte, lateinische Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit Bleistift Vermerk: »Salten«
Ordnung mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »246«

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Felix Salten an Arthur Schnitzler, 5. 7. 1908. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03497.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L03497«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Sonntag, 5. 7. 1908

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Wiener Schnitzler
Mikroverfilmung des Nachlasses

Mappe A96

Datumsangabe auf Blatt von Das weite Land: »Mauer: Ich glaube, seit ich ein Kind war.«

Kalliope Verbundkatalog
Weiteres

Felix Salten an Arthur Schnitzler, 5. 7. 1908

|Wien, 5. Juli 08
Lieber, vielen Dank für Ihren teilnehmenden Brief, und danken Sie, bitte, auch Ihrer l. Frau für ihre Teilnahme. Mein armer Bruder hat uns bis vor etwa vier Wochen noch immer Hoffnung gelaßen. Sein Befinden war schwankend, aber nicht verzweifelt. Gelitten hat er in den ganzen fünfzehn Monaten beständig, mehr als sich sagen läßt. Dann aber begann ganz plötzlich das sterben und dauerte mit allen Qualen, die sich nur denken laßen, vier Wochen lang. Ich war viel, namentlich aber in den allerletzten Stunden bei ihm, und habe versucht, ihm durch fortwährendes Morphium wenigstens einen Teil seiner ungemein frischen Besinnung zu nehmen. Was für eine Krankheit ihn weggenommen hat von uns, das wissen wir noch immer nicht. Aber jetzt braucht man’s auch nicht mehr wißen. Ich bin jetzt an den Nerven wieder total herunter und von meinen Darmzuständen in peinigender Weise, mehr als je, heimgesucht. Trotz alledem muß ich sehr viel arbeiten, und muß den ganzen Sommer an die Arbeit wenden. Wir reisen Mittwoch früh nach Noordwijk, wo wir Sonntag eintreffen und bis 15. August bleiben. Otti geht von dort nach Franzensbad; ich über Baireuth und Salzkammergut nach Wien.
Nochmals vielen Dank Ihnen Beiden, auch meine Mama dankt Ihnen vielmals. Schönste Grüße von uns zu Ihnen.
Ihr Salten
    Bildrechte © University Library, Cambridge