Einstellungen

Ansicht
Faksimile
Bilder neben dem Text
Textkritik
Textkritische Zeichen
Langes-s (ſ)
Gemination m (m̅)
Gemination n (n̅)
Streichung
Hinzufügung
Markierung von Entitäten
Alle Markierungen
Personen
Werke
Orte
Institutionen
Ereignisse

Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 2. 9. 1912
Salten, Felix
Unterach am Attersee
Empfang: [3. 9. 1912 – 7. 9. 1912?]
Schnitzler, Arthur
Tutzing
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 89, B 2
Typ Briefkarte
Beschreibung 1.319 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, lateinische Kurrentschrift
Zufügungen
Ordnung mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »274a«

Textqualität

Diese Abschrift wurde noch nicht ausreichend mit dem Original abgeglichen. Sie sollte derzeit nicht – oder nur durch eigenen Abgleich mit dem Faksimile, falls vorliegend – als Zitatvorlage dienen.

Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Felix Salten an Arthur Schnitzler, 2. 9. 1912. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03559.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L03559«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03559.html |titel=Felix Salten an Arthur Schnitzler, 2. 9. 1912 |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1912-09-02 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Montag, 2. 9. 1912

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Wiener Schnitzler
Weiteres

Felix Salten an Arthur Schnitzler, 2. 9. 1912

|Berghof, 2. IX. 12

Lieber,

ich hoffe sehr, dass Reinhardts Mirakel verspätet aufgeführt wird, und dass mich also nichts dazu zwingt, die Eucharistische Luft in Wien zu atmen. Wenn Otti wieder da und der Berghof ruhiger geworden ist, möchte ich wol gerne noch ein paar Wochen still hier arbeiten. Was sagen Sie zum Burgtheater? Der arme Berger tut mir leid, aber ich kann mir nicht helfen – wenn auch ein Fiasco oftmals besser ist als das Sterben, hier hat der Tod doch einen an sich schon nicht übermäßig glücklichen Menschen vor sehr unglücklichen Enttäuschungen bewahrt. Könnten wir Brahm oder vielleicht sogar Rudolf Rittner bekommen, dann wäre doch vielleicht für die Zukunft ein gutes menschliches und künstlerisches Verhältnis zum Burgtheater möglich. Aber dass Herr von Kralik als Director auch nur genannt werden |kann, dass die Leo-Gesellschaft ihre Zeit schon so sehr für gekommen hält, das ist ein böses Zeichen. Franz Ferdinand wirft eben auch hier schon seine schwarzen Schatten voraus! Wie ich die Gesellschaft im Burgtheater zu kennen glaube, werden sie mit Wonne und Schadenfreude und mit allen Übertreibungen der Strebsamkeit an der Katholisisirung des Repertoires mithelfen. Ich habe sehr das Gefühl, dass in dieser Beziehung ungeahnte Dinge bevorstehen. Wer ljäben wird, wird sehen!
Auf gutes Wiedersehen und viele herzliche Grüße
Ihr Salten
    Bildrechte © University Library, Cambridge