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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 2. 9. 1912
Salten, Felix
Unterach am Attersee
Empfang: [3. 9. 1912 – 7. 9. 1912?]
Schnitzler, Olga
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 89, B 2
Typ Briefkarte
Beschreibung 1.863 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, lateinische Kurrentschrift
Zufügungen
Ordnung mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »274«

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Felix Salten an Olga Schnitzler, 2. 9. 1912. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03560.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L03560«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Montag, 2. 9. 1912

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Wiener Schnitzler
Weiteres

Felix Salten an Olga Schnitzler, 2. 9. 1912

|Berghof, 2. IX. 12.

Verehrte, liebe Frau Olga,

vielen Dank für den lieben Brief und für Arthurs Karten. Wir haben eine ziemlich unruhige Zeit noch nicht ganz hinter uns. Wollfs aus Dresden sind drei Wochen lang bei uns gewesen und wir haben uns sehr mit Ihnen gefreut. Wir konnten nur deshalb zu keinem ganzen Behagen kommen, weil es fast unaufhörlich geregnet hat, und weil Otti mit ihrer Gesundheit nicht ganz in Ordnung war. Nun ist sie seit Mittwoch in Wien, im Sanatorium »Hera«, und hat am Donnerstag eine kleine Operation überstanden. Es ist alles sehr gut gegangen: sie befindet sich schon viel besser und es ist möglich, dass Sie übermorgen oder Donnerstag schon wieder hier sein wird. Bei alledem – angenehm ist sowas ja nie, weder für Otti, die allein, nur vom Stubenmädchen begleitet, in Wien sein muß, noch für mich, der hier nur warten und sonst nichts nützliches für sie tun kann. Vielleicht haben wir hier noch ein paar Wochen Zeit, dass Otti |sich erholen kann. Ohnehin graut uns ein bischen vor dem Umzug in Wien, vor allen Geschichten, die wir mit dem Haus, den Möbeln, den Handwerkern und zunächst mit dem Hausherrn haben werden, der mich wieder und immer wieder zu schröpfen sucht.
Ich freu mich sehr, dass es Ihrer Schwester gut geht. Bitte, grüßen Sie sie vielmals von uns! Haben Sie nun in München Ihre Konzertreise zusammengestellt? Ich bin sehr neugierig darauf, und wüßte gern, wann und wohin Sie gehen. Jedenfalls werde ich Sie aber doch gewiss vorher noch singen hören, was ich mir lebhaft wünsche, und möchte, wenn Sie’s gestatten, auch Ihr Progamm als Privatkonzert zu hören bekommen. Ich bin jetzt so ziemlich sicher, dass Sie an Ihrer Wirkung Freude haben werden, wenn Sie wieder öffentlich singen.
Was haben Sie dazu gesagt, dass Herr v. Kralik für das Burgtheater kandidirt wird? Symptomatisch!
Viele herzliche Grüße von uns allen, ebenso von Fischers.
Aufrichtig Ihr Felix Salten
    Bildrechte © University Library, Cambridge