Verzeihen Sie, dass ich erst heute antworte, und dass ich Ihren freundlichen Wunsch nicht erfülle.
Wie ernst muss es mir mit meinem Entschlusse sein, meine Theaterstücke begraben sein
zu lassen, wenn ich sie selbst auf Ihre liebe und unter solchen Umständen wiederholte
Aufforderung nicht hervorhole. Ich will wirklich nichts mehr von mir wissen.
Ich erwarte die Entbindung meiner Frau. Sobald sie wieder
reisefähig ist bringe ich sie mit meinen drei Kindern nach Baden bei Wien
zum Sommeraufenthalt. Ich könnte für meine müden Nerven zwar Gebirgsluft brauchen
muss aber das Opfer bringen nach Baden zu gehen,
da meine Frau das Bedürfniss
hat, mit ihrer Familie zusammen zukommen.
Wenn ich weiss wo Sie sind, drücke ich Ihnen im
Vorbeigehen die Hand.
Leben Sie wohl und schreiben Sie!
Ihr herzlich ergebener
Th. Herzl
Ihr herzlich ergebener
Th. Herzl
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