Zwei Worte in Eile.
Fischer hat sichs zu lang überlegt. Jetzt will
ich nicht mehr. Unter anderen Gründen hiefür erwähne ich zwei: 1° ich weiss nicht,
wie nach dem neuen deutschen Umsturzgesetz die Buchausgabe (wegen des Rittmeisters)
behandelt würde. Abortiren will ich das Werk im Buchhandel nicht lassen.
2° Jetzt könnte das Buch doch
erst wieder im Herbst erscheinen. So will ich den verlorenen
Sommer zu anderen Anbringungsversuchen (notamment Prag) verwenden.
Ich bitte Sie also das Manuscript sofort von Fischer
zurückver|langen zu lassen u. bis zur
weiteren Verfügung, die mein nächster langer Plauderbrief enthalten wird, bei sich
zu
behalten. Ich koste Sie in Briefmarken allein schon ein Vermögen – – – – – –
(Verlegenheitsgedankenstriche.)
Welcher Baumgarten ersetzt Schick? Der einst im Deutsch-oestreichischen Leseverein war? Um Gotteswillen, das ist eine
gräuliche Plaudertasche. Nur sorgen Sie dafür, dass er das Manuscript nicht liest! Ueberhaupt wird’s
mir leider schon zu viel abgelüftet!
Müller G. hat den richtigen Einfall gehabt,
als er an meinen Tact appellirte. Bitten um Schonung sind nie ungehört an mich
gekommen. Ich werde ihn nicht erwähnen. Ueber die Tabarin-Kritiken
habe ich mich krumm u. bucklig gelacht. Nein, was diese Herren für Kunstverständige
sind.
Ich grüsse Sie herzlich Ihr getreuer
Th H.
Th H.
Die Palme gebührt Kalbeck der mich als »flotten Verkäufer alter
Stoffe« hinstellt. Ich treibe also
Hosenhandel. Und Gött ist formgewandt ich nicht. Ich habe
nämlich gegen seinen Principal gestimmt in der Concordia.
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