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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 5. 5. 1895
Herzl, Theodor
Paris
Empfang: [5. 5. 1895 – 8. 5. 1895?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 39
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 2 Seiten, 1.531 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, lateinische Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit Bleistift Vermerk: »|Herzl«
Ordnung mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »39«
Veröffentlichung 1
Theodor Herzl: Briefe Anfang Mai 1895 – Anfang Dezember 1898. Bearbeitet von Barbara Schäfer in Zusammenarbeit mit Sofia Gelmann, Chaya Harel, Ines Rubin und Daisy Ticho. Berlin, Frankfurt am Main, Wien: Propyläen 1990, S. 36 (Briefe und Tagebücher. Herausgegeben von Alex Bein, Hermann Greive, Moshe Schaerf, Julius H. Schoeps, Johannes Wachten, 4).

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Theodor Herzl an Arthur Schnitzler, 5. 5. 1895. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03860.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L03860«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03860.html |titel=Theodor Herzl an Arthur Schnitzler, 5. 5. 1895 |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1895-05-05 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Sonntag, 5. 5. 1895

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Weiteres

Theodor Herzl an Arthur Schnitzler, 5. 5. 1895

|Nouvelle Presse Libre Paris, le 5 Mai 1895
Dr Théodore Herzl

Lieber Freund!

Zwei Worte in Eile.
Fischer hat sichs zu lang überlegt. Jetzt will ich nicht mehr. Unter anderen Gründen hiefür erwähne ich zwei: 1° ich weiss nicht, wie nach dem neuen deutschen Umsturzgesetz die Buchausgabe (wegen des Rittmeisters) behandelt würde. Abortiren will ich das Werk im Buchhandel nicht lassen.
2° Jetzt könnte das Buch doch erst wieder im Herbst erscheinen. So will ich den verlorenen Sommer zu anderen Anbringungsversuchen (notamment Prag) verwenden.
Ich bitte Sie also das Manuscript sofort von Fischer zurückver|langen zu lassen u. bis zur weiteren Verfügung, die mein nächster langer Plauderbrief enthalten wird, bei sich zu behalten. Ich koste Sie in Briefmarken allein schon ein Vermögen – – – – – – (Verlegenheitsgedankenstriche.)
Welcher Baumgarten ersetzt Schick? Der einst im Deutsch-oestreichischen Leseverein war? Um Gotteswillen, das ist eine gräuliche Plaudertasche. Nur sorgen Sie dafür, dass er das Manuscript nicht liest! Ueberhaupt wird’s mir leider schon zu viel abgelüftet!
Müller G. hat den richtigen Einfall gehabt, als er an meinen Tact appellirte. Bitten um Schonung sind nie ungehört an mich gekommen. Ich werde ihn nicht erwähnen. Ueber die Tabarin-Kritiken habe ich mich krumm u. bucklig gelacht. Nein, was diese Herren für Kunstverständige sind.
Ich grüsse Sie herzlich Ihr getreuer
Th H.
Die Palme gebührt Kalbeck der mich als »flotten Verkäufer alter Stoffe« hinstellt. Ich treibe also Hosenhandel. Und Gött ist formgewandt  ich nicht. Ich habe nämlich gegen seinen Principal gestimmt in der Concordia.
    Bildrechte © University Library, Cambridge