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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 15. 11. 1900
Schnitzler, Arthur
Wien
Empfang: Herzl, Theodor
Wien
Textzeuge 1
Signatur ISR, Jerusalem, Central Zionist Archives, H1:1926-3
Typ
Beschreibung  Blätter,  Seiten
Handschrift , deutsche Kurrentschrift
Veröffentlichung 1
Arthur Schnitzler: Briefe 1875–1912. Herausgegeben von Therese Nickl, Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1981, S. 397.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Theodor Herzl, 15. 11. 1900. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03937.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L03937«.

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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Donnerstag, 15. 11. 1900

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Weiteres

Arthur Schnitzler an Theodor Herzl, 15. 11. 1900

|lieber Doctor Herzl,

ich habe eine Erzählung geschrieben, die ich Ihrem freundlichen Wunsch entsprechend, gern für die Weihnachtsnummer hergäbe. Nur issie etwas lang gerathen, etwa 9 Längspalten (1 ½ Bogen). Andrerseits läßt sie sich aber gar nicht theilen, und so wäre vielleicht gerade die Weihnachtsbeilage der N. Fr. Pr.|die richtige Stelle für sie. Bitte sagen Sie mir, ob ich Ihnen die Geschichte senden darf.
Noch eins bei dieser Gelegenheit. Durch Beer Hofmann habe ich erfahren, dass Sie sich heuer in Aussee durch eine gewiss nicht sehr geistreiche aber eben so gewiss nicht bös gemeinte Bemerkung von mir verstimmt oder gar verletzt gefühlt haben. Das thut mir sehr leid. Alle äußeren Entfremdungen |und Misvertändnisse, die im Lauf der Jahre zwischen uns vorgekommen sind und nach der Natur der Dinge und unseren Naturen wahrscheinlich vorkommen mußten, haben, meiner aufrichtigen und in vieler Beziehung sehr herzlichen, Verehrung für Sie nichts angehabt. Ich kann nicht denken, dass Sie einen Scherz übel nehmen wollen, dem auch die leiseste Spur einer kränkenden Absicht fehlte. Da Sie |das wunderlicher Weise nicht selbst fühlten, muss ich es heute sagen; denn er wäre beinah leichtfertig, eine Unklarheit, die so leicht aus dem Wege zu räumen ist, zwischen uns zu belassen.
Ich drücke Ihnen die Hand und bin Ihr
herzlich ergebner
Arthur Schnitzler
Wien 15. 11. 900.
    Bildrechte © Central Zionist Archives, Jerusalem