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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 28. 7. 1895
Schnitzler, Arthur
Wien
Empfang: [28. 7. 1895 – 31. 7. 1895?]
Schwarzkopf, Gustav
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 96
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.309 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Veröffentlichung 1
Arthur Schnitzler: Briefe 1875–1912. Herausgegeben von Therese Nickl, Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1981, S. 273.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Gustav Schwarzkopf, 28. 7. 1895. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L04110.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L04110«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Sonntag, 28. 7. 1895

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Wiener Schnitzler
Weiteres

Arthur Schnitzler an Gustav Schwarzkopf, 28. 7. 1895

|Lieber Freund!

Ihre Gründe gegen Ischl sind wenig stichhältig – die Laune werden Sie niemandem verderben, das besorgt jeder selber. Auch können Sie sich in ganz gefährlichen Momenten an entlegene Waldpartien zurückziehen. Welche Stimmung ist denn eigentlich für Ischl erforderlich? Ich wiederhole also meinen Rath Ihr Alibi |hieher zu verlegen, wo Sie wenigstens, Zeugen finden. Nur, um Himmels willen, stören Sie Richard nicht im Arbeiten! Ich könnte das nicht verantworten. –
Hans von Kahlenberg kenn ich nicht. Was ist das für ein Buch? – Hier läuft ein Autor herum, der auf »Beobachter« posirt und hämisch nach der Table des hôtes von einer Bank aus das Treiben der |Menge betrachtet, in widerlichem Stolz. Es ist Rudolf Golm. Haben Sie von dem was gelesen? – Mein Cousin hat sich seinen Roman gekauft, um den Autor dann mit mehr Recht fassen zu können.
– Ich werde hier von bösen Träumen geplagt; gestern erschien mir der Verleger Fischer; er streichelte mir die Wangen, u. ich sagte ihm: Zärtlich sein können Sie – aber zahlen nicht!– |Und heute Nachts träumte ich von Blumenthal; ich hab ihn nur gesehn, geschehen ist nichts besonders. Ich nehme an, er hat sein Wort gebrochen, was ja ganz geräuschlos passiren kann. –
Seien Sie herzlich gegrüßt und lassen
bald ein Wort von sich hören.
Richard grüßt vielmals.
Ihr ArthSch
28/7 95
    Bildrechte © University Library, Cambridge