Ihre Gründe gegen
Ischl sind wenig
stichhältig –
die Laune werden Sie niemandem verderben, das be
sorgt jeder
selber. Auch können
Sie
sich in ganz gefährlichen Momenten an entlegene Waldpartien zurückziehen. Welche
Sti
mmung i
st de
nn
eigentlich für
Ischl erforderlich?
Dass Sie Ich wiederhole al
so meinen Rath Ihr Alibi
|hieher zu verlegen, wo Sie wenig
stens,
Zeugen finden. Nur, um Hi
mmels willen,
stören Sie
Richard nicht im Arbeiten! Ich könnte das nicht
verantworten. –
Hans von Kahlenberg ke
nn ich nicht. Was ist das für ein
Buch? – Hier läuft ein
Autor herum, der auf »Beobachter«
posirt und hämi
sch nach der
Table des
hôtes von einer Bank aus das Treiben der
|Menge betrachtet, in widerlichem
Stolz. Es ist
Rudolf Golm. Haben Sie von dem was gele
sen? – Mein
Cousin hat
sich
seinen
Roman gekauft, um den Autor dann mit mehr Recht fa
ssen zu
können.
– Ich werde hier von bö
sen Träumen geplagt; ge
stern er
schien mir der Verleger
Fischer; er
streichelte mir die Wangen, u. ich
sagte ihm: Zärtlich
sein können Sie –
aber zahlen nicht!–
|Und heute Nachts
träumte ich von
Blumenthal; ich hab ihn nur ge
sehn, ge
schehen i
st nichts be
sonders. Ich nehme an, er
hat
sein Wort gebrochen, was ja ganz geräu
schlos pa
ssiren kann. –
Seien Sie herzlich gegrüßt und la
ssen
bald ein Wort von
sich hören.
Richard grüßt vielmals.
Ihr
ArthSch
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