nach kurzen Wanderung durch
böhmische Wälder,
Bäder, Aus
stellungen und Theater bin ich vor ein paar Tagen beim »
Leopold« gelandet und will Sie von hier aus vielmals herzlich grüßen. Außerdem aber
wiederhole ich meinen wohlgemeinten Rath: ko
mmen Sie auch
hieher. Von der Ge
sell
schaft will ich gar nicht reden – aber Natur und Küche
sind
noch
|be
sser als voriges Jahr.
Ver
säumt haben Sie
schon genug: z. B. die
Erstaufführung der »
Jugendsünde« von
Pserhofer, einen blauen Ka
mmgarnanzug von
Beer-Hofmann und drei Witze von
Paul von Schönthan. Geben Sie Acht, da
ss Sie nicht gar zu viel zu bereuen haben und begeben Sie
sich eilends her. Son
st rei
st am Ende noch
Lautenburg ab, und es bleibt von
Berliner Direktoren
nur
Blumenthal übrig – das i
st für Sie,
|mit Ihren ewigen Ver
suchen,
vortheilhafte Verbindungen anzuknüpfen, doch zu wenig. – Weiters
soll Ihnen
nicht verhehlt werden, da
ss man an
schönen Tagen Frau
Odilon ihr Rad bu
mmeln sehen
kann, was Ihrer Lü
sternheit einen jähen und gefli
ssentlichen Reiz bedeuten dürfte.
Auf die
Neue Revue u
Zeit bin ich abonnirt – Ihr Bildungstrieb braucht al
so keine He
mmung zu erleiden.