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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 1. 8. 1899
Schnitzler, Arthur
Toblach
Empfang: [2. 8. 1899 – 6. 8. 1899?]
Schwarzkopf, Gustav
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 96
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 2.313 Zeichen
Handschrift Bleistift, deutsche Kurrentschrift

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Gustav Schwarzkopf, 1. 8. 1899. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L04134.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L04134«.

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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Dienstag, 1. 8. 1899

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Schnitzler/Bahr
Wiener Schnitzler
Gedruckte Briefwechsel

Alfred Kerr an Arthur Schnitzler, 1.8.1899

Quelle: Alfred Kerr, Arthur Schnitzler: »Es ist eine sehr seltsame Gefühlsmischung, die Sie erwecken.« Briefwechsel 1896–1925. Hg. Elgin Helmstaedt. In: Sinn und Form, Jg. 69, H. 5, September/Oktober 2017, S. 581–618.

Weiteres

Arthur Schnitzler an Gustav Schwarzkopf, 1. 8. 1899

|Toblach , 1. 8. 99.
lieber Gustav, machen Sie aus den 2–3 Ischler Tagen 10–24, so will ich mich zufrieden geben – obwohl Ihr Mistrauen gegen die Fußpartie ziemlich ungerechtfertigt ist. Wir wollen wirklich zu Fuß gehen, die Partie ist bereits zusammen gestellt, und, soweit sich etwas voraussagen läßt, fangen wir (Richard, Wasserm, ich –) Samstg früh zu schreiten an. Sehr mäßige Tagesleistungen; die Nachmittge immer frei, bei Trient kommen wir heraus. Dann über Bozen zurück, von Bozen aus will ich ev. zum Theil per Rad über Brenner nach Innsbruck, Salzburg, Ischl, wo ich |zwischen 18. u 20. sein dürfte. Vielleicht treffen wir schon früher zusammen? in Salzburg? Jedenfalls halte ich Sie stets auf dem Laufenden, wo ich bin; mir schreiben Sie am besten nach Wien; es wird mir von Zeit zu Zeit nachgeschickt; u. bleibt noch immer am sichersten. – Bei Richard war ich (u Wasserm) vorgestern; er ist eigentlich in ganz guter Stimmung, und, denken Sie, die Novelle ist fertig. Zu Weihnachten (mäßigen Sie Ihre Heiterkeit besser als ich es bei dieser Mittheilg vermochte) will er seine Tragödie beendet haben. – Ich schreibe an der mei|nen,– Nachmittg gibt es immer 2–4 Stunden, in denen man dazu Zeit hat; auch auf der Fußtour soll es so gehalten werden. – Während der Arbeitszeit geht’s mir am besten; dagegen wach ich heut recht oft aus den schrecklichsten Träumen auf; und an den Abenden packt es mich oft so – na, Sie gehn mir sehr, sehr ab. – Morgen Vormittg fahr ich nach Niederdorf, wo die Familie ist (Vater, Mutter, Schwester). – Jetzt, in diesen heilen Sommertagen wird alles eigentlich so ganz, ganz klar. –
|Von dem »Milchreis« waren Sie hoffentlich ebenso entzückt wie ich. Ein Epigone von Herzl wie es scheint – nur ohne Geist und noch viel affectirter. Es ist doch wirklich einer von diesem Jüngst Wien ekelhafter als der andre; (– wie gut haben wir uns doch immer zusammen ekeln können! –)
— – Von der Gl. hab ich Nachricht, dssie nach Abazzia geht; die »russische Gräfin«, hat mir einige irrsinnige Sommerpläne mitgetheilt; ich nehme an, dss mir heute ausWien ein Brief von ihr nachgeschickt wird. Wenn nicht, issie verschollen; – und ich auch. –
Leben Sie wohl, seien Sie mir herzlich
gegrüßt,
Ihr Arthur
(dass meine Mama u Schwester hier sind, wissen Sie ja?–) Wasserm. hat sich aus Pndsch. Seeboden Richards Rad mitgenommen, in dessen Speichen (buchstäblich) Spinnweb steckte.
    Bildrechte © University Library, Cambridge