Donnerstg
lieber Gustav, noch immer bin ich hier, wie Sie sehen; heute reisen
Mama u Gisela nach Toblach; ich
und Wasserm. morgen nach Villach, sind Sonntag bei Richard; der neulich bei uns war und in viel
bessrer Stimmung als ich vermuthet. Wir wollen also
wirklich die berühmte Fußpartie machen, Richard, Wasserm, ich – am
Ende schließt sich auch Robert Hirschf. an –
und wenn Sie mitgehen wollten, wär es unter Ihren vielen
guten Ideen nicht die schlechteste. Überlegen Sie sichs doch. Wir brechen etwa
5., od. 6. August von Toblach auf, das ganze nimmt etwa 10 Tage |in Anspruch, endet in Bozen, von wo (oder Trient) ich etwa Mitte August nach Ischl fahre. Schreiben Sie mir nach Toblach, Südbahnhotel. Montag bin ich schon dort.
Ich setze nichts weiter hinzu – hoffentlich ist es wirklich unnöthig. Sind Sie
absolut gegen die Fußpartie – so kommen Sie Mitte August nach Ischl, wo nicht nur ich, – sondern auch meine
kleinen Neffen sind. Aber das beste wäre, Sie nähmen Südtirol und Ischl zusammen. – Ich habe hier wieder zu arbeiten angefangen; mit
mäßigem Talent. |Auch die Partie soll
theilweise zum Arbeiten verwendet werden;– die Tage sind so lang. Das Wetter hier war
fast durchwegs schön; das tägliche Bad sehr angenehm; einsame Fahrten um den See von großer Traurigkeit; die Abende manchmal
kaum erträglich. Nachmittag hab ich meistens geschrieben. – Die zweite Hälfte August
denk ich in Ischl zu verbringen; im
September erst durch Thüringen zu
radeln. – Bitte kommen Sie!
Von Herzen Ihr ArthSch.
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