lieber Gu
stav, vielen Dank für die
Karte
. Hoffentlich
gefällt es Ihnen weiter
so gut und das Wetter
hält
sich. Ich habe dien
stliche Ab
sicht Sie
zu
be
suchen
we
nns bahntechni
sch möglich
i
st. Von dem unerwarteten Hin
scheiden der
armen
Lili Stross haben Sie gele
sen und
gehört nehm ich an. Grippe, in ein paar Tagen.
Auch für
Olga i
st es ein be
sonders
schwerer
Schlag. Wir haben
sie alle
sehr gern gehabt
.
Sie war ein wahrhaft liebliches We
sen –
man hätte das Wort erfinden mü
ssen! Ich
erzähl Ihnen mündlich mehr. –
Bei uns geht es im übrigen ganz leidlich,–
Heini hat noch immer
seine Sehnen
scheidenentzündg u. darf nicht Klavier
spielen. Von
Rein|hard das übliche Telegramm mit Ausflüchten
etc. Première
angeblich
Mitte März.
Reigen mein ich.
Schwestern noch nicht bestimmt; nach
31. März
laß ichs nicht mehr zu.
Hier am
25 März. –
– Frühlingstage. Wir
saßen heute im
Garten
und ließen uns besonnen. Heiter waren
wir nicht. – Doch »
Du, der da weiter lebt. . . . «
wie jener
Kesselflicker sagt.
Rührend war der kleine
Raimund Hofmannsthal, der
ge
stern im Matro
senanzug hinter
dem Sarge
einherging; –
Lili L. war
seine
er
ste Liebe gewe
sen. –