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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 27. 12. 1899
Sosnosky, Theodor von
Kremsmünster
Empfang: [28. 12. 1899 – 1. 1. 1900?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.1985.1.4640
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 3 Seiten, 1.946 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit Bleistift beschriftet: »Sosnosky« und datiert: »27/12 99«

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Theodor von Sosnosky an Arthur Schnitzler, 27. 12. 1899. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L04225.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L04225«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L04225.html |titel=Theodor von Sosnosky an Arthur Schnitzler, 27. 12. 1899 |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1899-12-27 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Mittwoch, 27. 12. 1899

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Kulturveranstaltungen
Weiteres

Theodor von Sosnosky an Arthur Schnitzler, 27. 12. 1899

|Sehr geehrter Herr Doktor!

Im Begriffe eine Anthologie »Die deutsche Lyrik des 19. Jahrhunderts« zusammenzustellen, worin ich ein vollständiges Spiegelbild der deutschen Lyrik von Körner bis zu Hoffmannsthal und Stefan George geben will, also keine konventionelle Blütenlese für das deutsche Haus, gestatte ich mir, bei Ihnen anzufragen, ob Sie es gerne sähen, wenn auch lyrische Gedichte von Ihnen in die Sammlung aufgenommen würden? Mir wäre es ein Vergnügen, Ihren Namen darin vertreten zu sehen und Sie dem Publikum, das Sie bisher nur als Dramatiker und Novellist kennt und schätzt, nun auch als Lyriker |vorzuführen. Obwohl ich noch nie ein lyrisches Gedicht aus Ihrer Feder gelesen habe, so habe ich in Ihren Arbeiten einen ausgesprochen lyrischen Zug zu erkennen geglaubt, der mich annehmen ließ, daß Sie auch lyrisch thätig sind, eine Annahme, die Herr G. Schwarzkopf auf meine Frage bestätigte. Dies der Grund, warum ich mich an Sie wende, Herr Doktor!
Sollten Sie auf meinen Vorschlag eingehen, so würde ich bitten, mir eine Auswahl solcher Gedichte zu senden, die Sie für Ihre gelungensten und für Ihre Eigenart meist charakteristischen halten; aus diesen würde ich dann die mir am meisten zusagenden 2–5 auswählen & kopiren, worauf ich Ihnen Alles wieder zurücksenden möchte.
Die Anthologie soll bei Cotta erscheinen, doch ist es noch nicht sicher, denn obgleich er sich für sie interessirt und dies durch Zusendung von Material |auch bethätigt, so erfolgt die Entscheidung bezüglich der Annahme doch erst, nachdem ich ihm das fertige Werk vorgelegt habe. Ich kann also für das thatsächliche Erscheinen des Werkes keineswegs garantiren.
Im Falle Sie auf meinen Vorschlag eingehen sollten, bitte ich auch um Angabe von Geburtsdatum und Ort sowie der (eventuellen) Titel lyrischer Werke aus Ihrer Feder.
Indem ich hoffe, Ihnen mit meiner Bitte nicht lästig zu fallen, zeichne ich, Herr Doktor,
Hochachtungsvoll Theodor vSosnosky
27/12 99.
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar