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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 30. 1. 1901
Sosnosky, Theodor von
Kremsmünster
Empfang: [31. 1. 1901 – 4. 2. 1901?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.1985.1.4640
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 3 Seiten, 2.135 Zeichen
Handschrift blaue Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit rotem Buntstift eine Unterstreichung

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Theodor von Sosnosky an Arthur Schnitzler, 30. 1. 1901. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L04229.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L04229«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L04229.html |titel=Theodor von Sosnosky an Arthur Schnitzler, 30. 1. 1901 |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1901-01-30 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Mittwoch, 30. 1. 1901

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Weiteres

Theodor von Sosnosky an Arthur Schnitzler, 30. 1. 1901

|dzt Kremsmünster, 30/I. 1901

Sehr geehrter Herr Doctor!

Anbei erlaube ich mir Ihnen ein Exemplar meiner Anthologie zu übersenden, dem ich durch eine kleine Inschrift einen persönlichern Charakter zu geben so frei war.
Es ist dies meine ursprüngliche Absicht gewesen und das für Sie bestimmte Buch war schon eingepackt und adreßiert als Cottas Brief kam, worin er die Absendung an alle Autoren ankündigte, worauf ich meine Absicht aufgab und das Buch anderweitig verwendete. Da ich aber Ihrem heute eingetroffenen liebenswürdigen Briefe entnehme, daß Cotta noch nichts gesandt hat, ssende ich Ihnen persönlich ein Buch; zugleich |verständigte ich Cotta davon, damit Sie nicht durch ein Duplikat belästigt werden.
Daß Ihnen mein Essai in der Nord. Allgem. zu Gesichte gekommen, hat mich nicht wenig überrascht, da das Blatt in den Wiener Cafés fast nirgend aufliegt; und Sie haben vom Artikel sogar mehr gelesen als ich selber, der ich bisher nur den 1. Teil erhalten habe.
Ich erhielt ihn – was fast romanhaft zufällig aussieht – an demselben Tage, an dem ich Ihnen darüber geschrieben hatte.
Wenn er vollständig erschienen ist – es dürften 4 Teile werden – will ich mir erlauben, ihn Ihnen als Ganzes zu übersenden mit der Bitte ihn zu behalten.
Sie dürfen, geehrter Herr Doktor, versichert sein, daß mein Urteil darin ganz ehrlich meine Überzeugung ausdrückt, und ich glaube, daß Ihr |Einwand, es sei in Manchem zu günstig ausgefallen, zu bescheiden ist; hab’ ich doch meine Bedenken, die allerdings nur sehr vereinzelt sind, unumwunden, fast derb geäußert.
Ich bitte auch eine Äußerung, die ich am Schluße des ganzen Essais gemacht habe, lediglich als allgemein, nicht als persönlich aufzufassen. Nichts wäre mir peinlicher, als Sie zu verletzen. (Schwarzkopf kennt meine diesbezügl. Ansichten so ziemlich).
Der beste Gradmesser für meine Hochschätzung Ihrer Kunst ist übrigens, wie mir scheint, nicht ssehr meine Anerkennung in Worten als vielmehr die Folie, die Sie durch die übrigen besprochenen Autoren erhalten, die ich nichts weniger als zart angefaßt und von denen mir nur einer wert ist – Beer-Hofmann.
Mit dem Ausdrucke vorzüglicher
Hochachtung
Theodor vSonosky
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar