Hochverehrter Herr Doktor!
Zu meinem Erstaunen ersehe ich aus Ihrem Briefe, daß ein vor längerer Zeit schon an
Sie abgesandter Brief Sie offenbar nicht erreicht hat. Ich schrieb damals, daß ich
betreffs Ihrer Novelle etwas
in Zweifel sei, ob sie sich für eine Zeitschrift eigne –
des Motivs wegen – und stellte Ihnen anheim, ob Sie mir nicht lieber eine andere
dafür geben wollten. Glücklicher Weise – wie ich jetzt sagen muß – legte ich in |meiner Unschlüssigkeit das Manuskript nicht bei, – ich
wollte es erst noch von einen Andern lesen lassen, um zu sehen, ob ich
mich nicht über die bedenkliche Wirkung täusche. Es ist also noch hier, und ich lege
es heute bei – zugleich unter Wiederholung der Bitte um etwas Anderes. Der Stoff ist wirklich
»zeitschriftlich« unmöglich!
Mit herzlichem Gruß
Ihr
W. Bölsche
Ihr
W. Bölsche
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