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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 4. 8. [1892]
Hofmannsthal, Hugo von
Bad Fusch
Empfang: [5. 8. 1892 – 9. 8. 1892?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 43
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.695 Zeichen (aufgeprägtes Wappen)
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit Bleistift die Jahreszahl ergänzt: »92«
Ordnung mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »29«
Veröffentlichung 1
Hugo von Hofmannsthal: Briefe an Freunde. In: Die neue Rundschau, Jg. 41, Nr. 4, April 1930, S. 513–514.
Veröffentlichung 2
Hugo von Hofmannsthal: Briefe. 1890–1901. Berlin: S. Fischer 1935, S. 60–61.
Veröffentlichung 3
Hugo von Hofmannsthal, Arthur Schnitzler: Briefwechsel. Herausgegeben von Therese Nickl, Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1964, S. 26.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Hugo von Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, 4. 8. [1892]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00111.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L00111«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Donnerstag, 4. 8. 1892

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Weiteres

Hugo von Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, 4. 8. [1892]

|Fusch
4 VIII.

Lieber Arthur.

Da haben Sie die Märchenkritik der Herzfeld. Ich habe ihr für die sympathische Ausführlichkeit gedankt und ihr von dem Erscheinen des Anatol-Buches gesprochen; wie heißt denn der Verlag? –
Ich habe den ersten Act (654 Verse) vollendet, den zweiten beinahe.
Unsere Art zu arbeiten (im Drama) ist nicht gar so verschieden, wie Sie anzunehmen scheinen; was ich |aus späteren Acten vorausarbeiten kann, sind nicht geschlossene Scenen, sondern reine Farbenskizzen: Worte und Dialogstellen, die oft dann gar nicht wirklich aufgenommen werden, mir aber als Parfümflaschen, als Stimmungs-Accumulatoren und -Condensatoren dienen, damit die Suggestion im Laufe der Detailarbeit nicht verloren geht; das ganze hängt wahrscheinlich mit meiner Ihnen gegenüber mehr lyrischen, mehr auf Farbe hinarbeitenden Technik zusammen. Wie lange |bleiben Sie in Wien? kann man Ihnen während der Waffenübung schreiben?
Ich freue mich sehr auf die Novelle; ich hoffe Sie werden nichts vor meiner Rückkehr vorlesen.
Ich bin vom 7ten31ten August in Strobl bei Ischl.
Herzlichst grüßend
Loris.
P. S. Was die Herzfeld von nothwendiger Technik für Bühnenfernwirkung und von »concentrierter« Natürlichkeit des Dialog’s sagt, scheint mir sehr vernünftig; |es ist dies thatsächlich die Erfahrung des allerletzten Theaterjahres für jeden Objectiven und für künftige Arbeiten nicht unwichtig: ganz die gleichen Rathschläge, mit zahllosen anderen höchst wertvollen, finde ich in den kritischen Studien von Otto Ludwig, aus denen ich hier mit Genuss und innerer Freude eine Menge lerne. Über Technik des dramatischen Dramas zum Unterschied vom herrschenden Novellendrama muss überhaupt nächsten Winter bei Ihnen sehr viel geredet werden.
    Bildrechte © University Library, Cambridge