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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 6. 8. 1892
Schnitzler, Arthur
Wien
Empfang: [6. 8. 1892 – 10. 8. 1892?]
Hofmannsthal, Hugo von
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Frankfurt am Main, Freies Deutsches Hochstift, Hs-30885,24
Typ Brief
Beschreibung 2 Blätter, 6 Seiten, 2.153 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Ordnung mit Bleistift von Schnitzler mutmaßlich bei der Durchsicht der Briefe 1929 das erste Blatt beschriftet: »Wien« und datiert: »6. 8. 92«. Das zweite Blatt datiert: »(6. 8. 92)«
Veröffentlichung 1
Hugo von Hofmannsthal, Arthur Schnitzler: Briefwechsel. Herausgegeben von Therese Nickl, Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1964, S. 27–28.
Veröffentlichung 2
Hermann Bahr, Arthur Schnitzler: Briefwechsel, Aufzeichnungen, Dokumente (1891–1931). Herausgegeben von Kurt Ifkovits, Martin Anton Müller. Göttingen: Wallstein 2018.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Hugo von Hofmannsthal, [6. 8. 1892]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00112.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L00112«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00112.html |titel=Arthur Schnitzler an Hugo von Hofmannsthal, [6. 8. 1892] |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1892-08-06 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Samstag, 6. 8. 1892

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Schnitzler/Bahr
Wiener Schnitzler
Kulturveranstaltungen
Weiteres

Arthur Schnitzler an Hugo von Hofmannsthal, [6. 8. 1892]

|Mein lieber Loris,

vielen Dank für den übersandten Brief. Es stehen gescheidte Sachen drin. Es issogar möglich, dass die H. mit all ihrem Tadel Recht hat: gewiss aber hat sie manches zu loben vergessen. Dassie den »Sohn« so besonders gut findet zeigt mir, dassie ein wenig vom Berliner-Bölschethum beeinflußt ist. Ich habe den Eindruck, dassie alles einzelne an mir versteht, wie das bei ihrer kritischen |Begabung selbstverständlich – nur meine Atmosphäre nicht. –
Das Anatol-Buch erscheint im Bibliogr. Bureau, Berlin. –
Von Blumenthal hab ich Nachricht: 2. Quartal, d. h. JaennerMärz 93 Etwas spät! Umsomehr als ich heute aus Prag die Mittheilung erhalte, dass das Stück im Oktober drankommen dürfte! Zugleich hat man mir meine Lustspiele von dort retournirt, da sie für eine Provinzbühne zu gewagt seien.
|Schupp ist Secretär des Pressausschusses für d. Chicago. W. A.
– Von Theodor Herzl hab ich einen reizenden Brief bekommen. –
Vielleicht sehen wir uns doch im Laufe dieses Sommers. Ich habe nämlich keine Einberufung zur Waffenübung bekommen, und fahre vielleicht Ende August nach Ischl. – Wohin gehn Sie im September? –
– Ich kam die letzten Tage nicht zum Schreiben; die äußerliche Thätigkeit stört doch. Hoffentlich bald! – Sie |kommen ja sicher mit den ganzen 5 Akten zurück! ––
Haben Sie Recht, von einem »herrschenden Novellendrama« zu sprechen? – Berechtigung hat die Form gewiss – sobald nur ein bedeutender Mensch da ist, der daran Freude findet. Ueber den gewissen Fundamentalsatz: »Das ist eben kein rechtes Drama, das nicht von der Bühne herab wirkt (oder gar ›auf die Menge‹ wirkt)« hab ich |mich immer geärgert. Eventuell will ich mir, mir ganz allein was vorspielen lassen! – Na, Sie wissen ja, Kulka hat ja das wichtigste über dieses Thema schon gesagt. –
– Wann wird man sich Briefe phonographiren können? – Die Zeit seh ich kommen, wo die Leute über unsre mühselige Correspondenzerei lächeln und staunen werden.
|Auf dieser Seite steht nur mehr, dass ich Sie, liebster Freund, aufs Herzlichste grüße!
Ganz der Ihre
Arthur.
Was macht Richard? –
– Mit Schwarzkopf war ich einige Male auf dem Land. –
Bahr ist verzweifelt; – er wurde einberufen und fahndet nun nach einer Befreiung. –
    Bildrechte © Freies Deutsches Hochstift, Frankfurt am Main