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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 1[7]. 2. 1893
Fels, Friedrich M.
Meran
Empfang: [18. 2. 1893 – 22. 2. 1893?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.NZ85.1.2956
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 2 Seiten, 1.251 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, lateinische Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit Bleistift nummeriert: »9.« und unterhalb der Datumsangabe klein »17« vermerkt

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Friedrich M. Fels an Arthur Schnitzler, 1[7]. 2. 1893. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00177.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L00177«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Freitag, 17. 2. 1893

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Weiteres

Friedrich M. Fels an Arthur Schnitzler, 1[7]. 2. 1893

Lieber Doktor!

Zu meinem gesterigen Brief trage ich noch einiges nach, was ich dort vergessen habe.
Ihre Medizin, die Schreiber für sehr gut erklärt, nehme ich weiter; später soll dann ein Eisenpräparat folgen.
Hier im Hotel habe ich einen Bekannten aus Wien getroffen, den Sie auch kennen, den Schwager von Moriz Rosenthal, Dr. med. Schrager. Er kam hierher, sich von einer Lungenentzündung zu erholen, ist schon zwei Monate hier und bleibt bis Ende Februar. Ausserdem verkehre ich mit dem Erzieher des Erbprinzen von Fürstenberg, einem Philologen, der kürzlich sein Examen gemacht hat und mich durch Gestalt, Benehmen usw sehr an meine Münchener Studierzeit erinnert. Übrigens ist er ein wütender Naturalist.
Am Tag, da ich hier ankam, als wir mit dem Bummelzug von Bozen herüber fuhren, hatte es 28° in der Sonne; gestern ebenso. Sonst circa 24°. |Trotzdem kann ich es absolut zu keinem Gefühl der Wärme bringen. Ich trage wollene Unterkleider, warme Oberkleider, Mantel, Plaid – und mir ist, wenn ich mir die Sonne direkt in den Magen scheinen lasse, als hätte es 14°.
Sie wissen, dass ich angeschwollene Füsse habe, die auch schmerzen. Ich dachte immer, es sei vom vielen Gehen; aber Schreiber sagt: Anämie! alles Anämie!
Herzl.
Fels
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar