Einstellungen

Ansicht
Faksimile
Bilder neben dem Text
Textkritik
Textkritische Zeichen
Langes-s (ſ)
Gemination m (m̅)
Gemination n (n̅)
Streichung
Hinzufügung
Markierung von Entitäten
Alle Markierungen
Personen
Werke
Orte
Institutionen
Ereignisse

Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 12. 6. 1893
Bölsche, Wilhelm
Berlin
Empfang: [13. 6. 1893 – 17. 6. 1893?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.NZ85.1.2577,7
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 3 Seiten, 1.273 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit rotem Buntstift nummeriert: »8« und eine Unterstreichung
Veröffentlichung 1
Wilhelm Bölsche: Briefwechsel. Mit Autoren der Freien Bühne. Herausgegeben von Gerd-Hermann Susen. Berlin: Weidler 2010, S. 687–688 (Werke und Briefe. Wissenschaftliche Ausgabe, Briefe I).

Textqualität

Diese Abschrift wurde noch nicht ausreichend mit dem Original abgeglichen. Sie sollte derzeit nicht – oder nur durch eigenen Abgleich mit dem Faksimile, falls vorliegend – als Zitatvorlage dienen.

Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Wilhelm Bölsche an Arthur Schnitzler, 12. 6. 1893. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00221.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L00221«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00221.html |titel=Wilhelm Bölsche an Arthur Schnitzler, 12. 6. 1893 |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1893-06-12 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Montag, 12. 6. 1893

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Weiteres

Wilhelm Bölsche an Arthur Schnitzler, 12. 6. 1893

|Wilhelm Bölsche
12. VI. 93

Hochgeehrter Herr Dr!

Sie haben ein Recht, ungehalten zu sein, aber ich wünschte Sie in meine Lage, um dann Ihr Urteil zu hören. Ihr Mahnbrief ist bis jetzt unbeantwortet geblieben, weil ich verreist war, – eine äußerst notwendige Ruhepause! Daß Ihre Novelle nicht vorher erledigt war, ist ja eine redaktionelle Sünde. Bei der Masse der Einsendung und in Anbetracht des Umstandes, daß ich die Redaktion bis in jede Couvertadresse hinein ganz allein zu besorgen habe, ist es mir allerdings noch nicht einmal als »Ideal« aufgetaucht, spätestens in 8 Tagen |jede Einsendung erledigen zu können, zumal da ¾ der Einsender selbst bei dicken Romanen und Dramen nicht bloß redaktionelle, sondern auch noch »wirkliche« Urteile verlangen.
Was Ihre Novelle anbetrifft, so issie mir psychologisch nicht recht durchdringlich: in dieser fragmentarischen Form liessie sich bloß wie eine Umschreibung des Lombrososchen Dogma’s von der gleichsam prädestinierten Dirne, aber nicht wie eine Dichtung. Entschieden verlangt dieser Stoff viel mehr Fleisch und Blut, und vielleicht bearbeiten Sie ihn so noch einmal. Die Szene, |wie das Mädchen dem Bräutigam ihre Gefühle bekennt, halte ich für psychologisch sehr unwahrscheinlich!
Mit herzlichem Gruß
Ihr
W. Bölsche
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar