Einstellungen

Ansicht
Faksimile
Bilder neben dem Text
Textkritik
Textkritische Zeichen
Langes-s (ſ)
Gemination m (m̅)
Gemination n (n̅)
Streichung
Hinzufügung
Markierung von Entitäten
Alle Markierungen
Personen
Werke
Orte
Institutionen
Ereignisse

Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 19. 7. 1893
Hofmannsthal, Hugo von
Bad Fusch
Empfang: [20. 7. 1893 – 24. 7. 1893?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur UK, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 43
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 2.037 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Ordnung mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »54«
Veröffentlichung 1
Hugo von Hofmannsthal, Arthur Schnitzler: Briefwechsel. Herausgegeben von Therese Nickl, Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1964, S. 40–41.
Veröffentlichung 2
Hermann Bahr, Arthur Schnitzler: Briefwechsel, Aufzeichnungen, Dokumente (1891–1931). Herausgegeben von Kurt Ifkovits, Martin Anton Müller. Göttingen: Wallstein 2018, S. 35.

Textqualität

Diese Abschrift wurde noch nicht ausreichend mit dem Original abgeglichen. Sie sollte derzeit nicht – oder nur durch eigenen Abgleich mit dem Faksimile, falls vorliegend – als Zitatvorlage dienen.

Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Hugo von Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, 19. 7. 1893. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00238.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L00238«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00238.html |titel=Hugo von Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, 19. 7. 1893 |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1893-07-19 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Mittwoch, 19. 7. 1893

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Schnitzler/Bahr
Wiener Schnitzler
Kulturveranstaltungen
Weiteres

Hugo von Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, 19. 7. 1893

19. VII. 93

lieber Arthur!

Richards Bericht von dem »Abschiedssouper« war recht unerfreulich; er scheint mit der gewissen Hellsichtigkeit der Autoren jede Mücke als Elefanten empfunden zu haben; wie es wirklich war, weiß ich natürlich nicht, jedenfalls ist die überaus freundliche, gewissermaßen respectvolle Notiz in der »Neuen Freien Presse« sehr erfreulich und nützt 10mal mehr als die Aufführung selbst. So wird im ganzen dieser Einbruch von äußerem Leben in Ihr inneres keine schlechte Laune zurückgelassen haben.
|Ich freue mich schon recht sehr auf die Parallel-novelle.
Mein Leben verstreicht ziemlich nichtssagend, mit langsam steigendem inneren Wohlbefinden. Von Strobl hoffe ich manches Schöne: Sonne und Mond am Wasser, Segeln, kindlich-lärmende Vergnügungen, Richard, auch Schwarzkopf; nur Sie gar nicht?
Ich lese mit lebhaftestem Interesse die »Hauptströmungen« von Brandes, unendlich vieles aus der 1ten Hälfte des Säculums besitzt im zweiten ein Gegenbild, manches eine Carricatur; namentlich sehe ich mit halb schauerndem Staunen, |wie völlig sich die Producte der jüngsten Strömungen, in denen ich ja auch mit einer Fußspitze stehe, der Romantik als Kugelspiegelbild, halb verschrumpft, halb aufgedunsen, gegenüberstellen.
Ich habe mir sehr viel abzugewöhnen, aber es sind wenigstens lauter echte Dichterkrankheiten.
Mir scheint, der Satz klingt maßlos arrogant; lesen Sie ihn nicht so.
Sie müssen mir einen handgreiflichen Gefallen thuen: ich bin mit Bahr verabredet, Ende Juli nach München zu gehen; mir passt 24. (eventuell 25.) bis 1. Augustseit 14 Tagen beantwortet Bahr keinen Brief. Ich muss aber doch endlich wissen, |woran ich bin. Also bitte, telefonieren Sie in meinem Namen an die Redaction der »Deutschen Zeitung«, man möge entweder Bahr meine dringende Aufforderung endlich zukommen lassen, oder seine Adresse angeben, oder wenn man das nicht darf, wenigstens sagen, wie lang er beiläufig incognito oder verschollen bleiben dürfte. Und bitte, schreiben Sie mir sofort den Bescheid.
Herzlichst
Ihr Loris.
Warum antwortet Salten nicht?
    Bildrechte © University Library, Cambridge