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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 26. 10. 1894
Fels, Friedrich M.
Wien
Empfang: [26. 10. 1894 – 30. 10. 1894?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.NZ85.1.2956
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 2 Seiten, 1.387 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, lateinische Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit Bleistift nummeriert: »17«

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Friedrich M. Fels an Arthur Schnitzler, 26. 10. 1894. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00393.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L00393«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Freitag, 26. 10. 1894

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Wiener Schnitzler
Gedruckte Briefwechsel

Adele Sandrock an Arthur Schnitzler, 26.10.1894

Quelle: Renate Wagner (Hg.): Dilly. Geschichte einer Liebe in Briefen, Bildern und Dokumenten. Wien/München: Amalthea 1975.

Weiteres

Friedrich M. Fels an Arthur Schnitzler, 26. 10. 1894

|Wien 26. Okt. 94

Lieber Dr Schnitzler!

Danke für Ihre frdl. Bemühungen wegen Extrapost; sie sind gegenstandslos geworden. Ich soeben, mit Empfehlung von Dr. Brüll-Neuda, bei dem Besitzer, Konsul Thalberg, der mir sagte, mit Theater- und Kunstreferat sei er versorgt, dagegen möge ich ihm Feuilletons geben: er habe gestern den Nietzscheartikel in der Allg. gelesen.
Das Folgende bitte ich geheim zu halten: Dr. Ludassy hat vor ein paar Tagen den Kraus kommen lassen; er möge versuchen, Theaterreferate zu schreiben; er, Ludassy, werde suchen, sie unterzubringen, nachdem er mit Glücksmanns Berichten nicht zufrieden sei. So steht also die Sache diesmal so: ich bin nicht etwa, wie schon mehrmals zu spät gekommen, sondern einfach übergangen worden wegen – Kraus, den Sie zwar schätzen, der aber nichts weiss und nichts kann.
|An sich geht mir die Sache nicht nahe; dazu schätze ich mich viel zu sehr und weiss, dass, wer Kraus mir vorzieht, um seinen Geschmack nicht zu beneiden ist; auch Neumann-Hofer hat den Kraus ja wegen »Unwissenheit, die durch einen schneidigen Ton allein nicht gut zu machen sei«, hinausgeschmissen. Aber dass ich wieder einmal kein ständiges Referat bekommen habe, das schmerzt mich, wenn ich bedenke, dass nun wieder mehr Aussicht für mich vorhanden ist, das nicht zu erreichen, was ich anstrebe. Mögen also die Dinge ihren Lauf nehmen: ich hadere mit niemanden.
Herzlichen Gruss
von Ihrem Fels
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar