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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 6. 11. 1894
Fels, Friedrich M.
Wien
Empfang: [6. 11. 1894 – 10. 11. 1894?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.NZ85.1.2956
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 2 Seiten, 1.626 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, lateinische Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler 1) mit Bleistift nummeriert: »18«
2) mit rotem Buntstift eine Unterstreichung
Veröffentlichung 1
Hermann Bahr, Arthur Schnitzler: Briefwechsel, Aufzeichnungen, Dokumente (1891–1931). Herausgegeben von Kurt Ifkovits, Martin Anton Müller. Göttingen: Wallstein 2018, S. 86.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Friedrich M. Fels an Arthur Schnitzler, 6. 11. 1894. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00397.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L00397«.

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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Dienstag, 6. 11. 1894

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Schnitzler/Bahr
Wiener Schnitzler
Traumtagebuch

Traum vom 6. November 1894

Quelle: Arthur Schnitzler: Träume. Das Traumtagebuch 1875–1931. Herausgegeben von Peter Michael Braunwarth und Leo A. Lensing. Göttingen: Wallstein 2012 (Bibliothek Janowitz, Bd. 20)

Weiteres

Friedrich M. Fels an Arthur Schnitzler, 6. 11. 1894

Lieber Doktor Schnitzler!

Hermann Bahr hat den Artikel »Skandinavien in Deutschland« abgelehnt, weil er nicht aktuell genug sei und deshalb vor 3–4 Monaten nicht erscheinen könne. Da er selbstredend! gar nicht annahm, dass ich so lange warten werde, habe ich auch nichts gesagt, obgleich ich herzlich froh gewesen wäre, wenn er dann erschienen wäre; ich werde froh sein müssen, wenn er anderswo so bald erscheint. Aber man muss den Leuten die Ausreden nicht zu schwer machen. Von Artikeln war keine Rede mehr; dagegen sagte Bahr, er werde mir Buchbesprechungen und zwar von literarhistorischen Werken – von andern verstehe ich wohl zu wenig – übertragen; ich nahm mit Dank an und habe nun die Hoffnung, wenns sehr gut geht, in einem Jahr drei Rezensionen schreiben zu dürfen und damit |5 fl zu verdienen. Hingehen werde ich wohl kaum mehr, da er, als ich gemeldet wurde, obgleich ich auf heute 4 Uhr von ihm bestellt war, laut aufseufzte und vernehmlich sagte »So lassen Sie ihn in Gottes Namen herein.« –
Den Artikel werde ich morgen nach Berlin schicken, den bekannten Weg: zuerst Zukunft, dann Nation, dann Tante Voss, dann Gegenwart, dann . . .  wer weiss, wohin noch. Den von David refusierten Sealsfieldartikel bringe ich Uhl, dann Pötzl, dann Schönthan, dann Granichstädten . . .  dann gehe ich in die Provinz, nach Brünn und Olmütz; vielleicht, dass man ihn in Sealsfields Heimat nimmt, und 3 fl sind besser als nichts.
Besten Gruss
Fels
Ich merke eben, dass ich die ekelhafte Gewohnheit angenommen habe, Ihnen mein Leid, wenn ich nicht kommen kann, weil ich an dem Tag schon bei Ihnen war, – schriftlich zu klagen. Seien Sie mir nicht böse!
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar