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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 23. 12. 1894
David, Jakob Julius
Wien
Empfang: [23. 12. 1894 – 27. 12. 1894?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 25
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 1 Seite, 1.014 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, lateinische Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler 1) mit rotem Buntstift beschriftet: »David« und der Buchtitel unterstrichen
2) mit Bleistift nummeriert: »1.«
Veröffentlichung 1
Josef Körner: Herman Groeneweg, J. J. David in seinem Verhältnis zur Heimat, Geschichte, Gesellschaft und Literatur. In: Literaturblatt für germanische und romanische Philologie, Jg. 52 (1931), Sp. 33.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Jakob Julius David an Arthur Schnitzler, 23. 12. 1894. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00411.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L00411«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Sonntag, 23. 12. 1894

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Wiener Schnitzler
Kulturveranstaltungen
Mikroverfilmung des Nachlasses

Mappe A145

Zeitungssausschnitt Wiener Allgemeine Zeitung

Weiteres

Jakob Julius David an Arthur Schnitzler, 23. 12. 1894

|23/12 94.

Werther Herr Doctor!

Ich habe Sterben bis nun zwei mal gelesen, und werde wohl noch darauf zurückkommen. Es ist eine höchst tüchtige und eine wirklich merkwürdige Arbeit; in der Analyse von wirksamster Feinheit und Tiefe. Bewundernswerth ist die Kunst, mit welcher Sie den zeitlich so knappen und doch für die Vorgänge fast zu weitgesteckten Rahmen mit Leben zu erfüllen wißen. Es ist ein vollkommen zielbewußtes Schlendern; was Abschweifung erscheinen könnte, führt nur desto sicherer zum letzten Ende. Manchmal möcht’ ich mir mehr Leidenschaftlichkeit verlangen; besonders am Schluße könnte ein stärkeres Temperament durchbrennen. Aber: Sie haben in dieser Arbeit einen mächtigen Ruck vorwärts gethan und will ich Ihnen sagen, in wie ferne mir Arbeit das Höchste dünkt: im Sinne der Arbeit an sich selbst. Da nun sind Sie tüchtig und ehrlich am Werke und darum rücken Sie vor in schönen Erfolgen und zu einer ersten Stellung, auf die Sie heute schon Anspruch haben.
Es grüßt und begrüßt Sie herzlichst
Ihr
David
    Bildrechte © University Library, Cambridge