Einstellungen

Ansicht
Faksimile
Bilder neben dem Text
Textkritik
Textkritische Zeichen
Langes-s (ſ)
Gemination m (m̅)
Gemination n (n̅)
Streichung
Hinzufügung
Markierung von Entitäten
Alle Markierungen
Personen
Werke
Orte
Institutionen
Ereignisse

Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 19. 12. 1894
Schnitzler, Arthur
Wien
Empfang: Herzl, Theodor
Wien
Textzeuge 1
Signatur ISR, Jerusalem, Central Zionist Archives, H1:1924-18
Typ
Beschreibung  Blätter,  Seiten
Handschrift , deutsche Kurrentschrift
Veröffentlichung 1
Arthur Schnitzler: Briefe 1875–1912. Herausgegeben von Therese Nickl, Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1981, S. 244–245.

Textqualität

Diese Abschrift wurde noch nicht ausreichend mit dem Original abgeglichen. Sie sollte derzeit nicht – oder nur durch eigenen Abgleich mit dem Faksimile, falls vorliegend – als Zitatvorlage dienen.

Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Theodor Herzl, 19. 12. 1894. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03913.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L03913«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03913.html |titel=Arthur Schnitzler an Theodor Herzl, 19. 12. 1894 |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1894-12-19 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Mittwoch, 19. 12. 1894

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Weiteres

Arthur Schnitzler an Theodor Herzl, 19. 12. 1894

|Lieber Freund!

ich hätte Ihnen auch über die Maschinenfrage schon neulich berichtet, wenn ich selbssicher gewesen wäre. Von den mir zu Gebote stehenden Schreibern kann keiner mit der Maschine umgehen u. zum lernen war keiner bereit zu finden. Es wäre mir nur ein Annonciren in der Ztg übrig geblieben. Ich denke aber, dass ein guter Schreiben dieselben Dienste thut. Jedenfalls nehme ich einen andern, als meinen gewöhnlichen – da es auf die Spur leiten könnte, wenn plötzlich |am Dtsch. Th. zwei von der gleichen Hand geschriebenen Mscr. einlangten.– Noch eine Frage: soll ich nicht, statt einem Buchbinder wenn auch nur auf wenige Stunden das Mscr. zu überlassen, lieber ein sehr schönes Lederheft, d. h. ein in gutes Leder gebundenes Heft anschaffen?–
Zum Capitel: sympath. Figuren.– Nicht aus theatral. Gründen hab ich sie gewünscht, sondern eben aus Gründen der Wahrheit. Es gibt sympathischere Figuren, selbst in den von dem Autor geschilderten Kreisen. Und, denken Sie sich doch: der starke und tönende |Titel des Drama’s, der erwarten läßt, es werde alles darin zu finden sein, das eben da hineingehört. Nun – alles, das isselbstverständlich dramatisch unmöglich; aber die Beleuchtung müßte die vollig richtige sein. Und da hab ich nun einmal der Eindruck: zu trüb. Ich sagte ja auch schon, wen ich mir noch in das St. hereingewünscht hätte; – u. dass ich nie geschrieben, man solle mir »lauter wundervolle Menschen zeigen, erinnere ich mich ganz genau.– Vielleicht haben Sie den Studenten hineingebracht? Sie erwähnen nichts drüber. – – Das Massengrab, in welches die Glosse |versenkt wurde, ist hoffentlich nicht endgiltg zugeschüttet. Eine Aufführung müsste meiner Ansicht nach nicht nur »zurichten« sondern mit »Gründen der Aeschetik« und Vernunft durchzusetzen sein. Haben Sie es bei Brahm Berlin, bei Loewe Breslau eingereicht?–
Den Tabarin werden wir ja jetzt bald zu sehen bekommen; ich bin sehr begierig. Ich hab eine sschöne Erinnerung an das Stück. Kommen Sie vielleicht nach Wien? Wegen eines Aktes – das ist Ihnen wohl zu wenig! Ich möchte mit einem Akt im Burgtheater stehn!
Seien Sie vielmals herzlich gegrüßt
Ihr treu ergebener Arthur Schnitzler
19. 12. 94.
    Bildrechte © Central Zionist Archives, Jerusalem