Einstellungen

Ansicht
Faksimile
Bilder neben dem Text
Textkritik
Textkritische Zeichen
Langes-s (ſ)
Gemination m (m̅)
Gemination n (n̅)
Streichung
Hinzufügung
Markierung von Entitäten
Alle Markierungen
Personen
Werke
Orte
Institutionen
Ereignisse

Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 24. 6. 1895
Schnitzler, Arthur
Wien
Empfang: 25. 6. 1895
Beer-Hofmann, Richard
Caslau
Textzeuge 1
Signatur U.S.A., Yale, Beinecke Rare Book and Manuscript Library, Yale Collection of German Literature, MSS 31
Typ Brief
Beschreibung 2 Blätter, 8 Seiten, Kuvert, 1.860 Zeichen
Handschrift Arthur Schnitzler 1) Bleistift, deutsche Kurrentschrift
2) schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift (Umschlag)
Zufügungen
Versand Stempel 1:
  • Ort: Wien 1/1
  • Datum: 24. 6. 95
  • Zeit: 9–10 N
Stempel 2:
Veröffentlichung 1
Arthur Schnitzler, Richard Beer-Hofmann: Briefwechsel 1891–1931. Herausgegeben von Konstanze Fliedl. Wien, Zürich: Europaverlag 1992, S. 76–77.

Textqualität

Diese Abschrift wurde noch nicht ausreichend mit dem Original abgeglichen. Sie sollte derzeit nicht – oder nur durch eigenen Abgleich mit dem Faksimile, falls vorliegend – als Zitatvorlage dienen.

Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Richard Beer-Hofmann, 24. 6. 1895. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00459.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L00459«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00459.html |titel=Arthur Schnitzler an Richard Beer-Hofmann, 24. 6. 1895 |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1895-06-24 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Montag, 24. 6. 1895

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Wiener Schnitzler
Weiteres

Arthur Schnitzler an Richard Beer-Hofmann, 24. 6. 1895

|Herrn n. a. Lieutenant
Dr. Richard Beer Hofmann
im k.k. Landw Inf Regimt.
Caslau Nr 12

|Lieber Richard. Ich freue mich sehr, dass ich Sie noch in Wien sehen werde. – Nobl sprach ich vorgestern, er hat, »angeregt« durch Ihre persönliche Bekanntschaft, das Kind gelesen. Sie werden ersucht, sich nächstens auf |gefahrlosere Weise Leser zu verschaffen. – Habe heute Kopfweh, nach einer »ungemeinen« Landpartie die ich gestern gemacht und die – entschuldigen – in zwei miserabeln Betten einer niederoesterreichischen Stadt endete.
– Von der Lou Salomé hab ich |noch immer gar nichts gehört. Sie? – Wie wird es mit Kopenhagen sein? – Auch von Paul ist noch nichts Definitives herauszubekommen. – Kennen Sie den Briefwechsel LessingEva König. Er ist nicht sehr interessant. Merkwürdig nur, wie sie sich immer über Lotterienummern |berathen. – Lesen Sie den Candide. – Hingegen weniger nothwendig das »Gelächter« von Dörmann. – Ich übe mich in erzählender Prosa: Schreibe »Historietten« – wenn Sie wollen. Ja, den alten Dichter hab ich erheblich gestrichen; ich find ihn aber noch immer |etwas langweilig. Die stilistischen Schlampereien (»ich bin erschrocken«) sind wohl alle draußen. –
– Für Ischl hab ich literarisch gute Hoffnungen – möchte mein Stück gern beenden. – Von Dörmann soll dort ein Einakter gegeben werden, den er mir auch zum lesen gegeben hat u über den ich |eigentlich nicht sprechen darf. (»Auch von Frl. Albrechtssen wir einige freundliche Worte sagen.«) – Er heißt »Der Eisbrecher«. – Jo. –
– Hugo war gestern in Wien, ich hab ihn versäumt. – Heut bin ich braver Sohn und hole Mama von der Bahn ab. –
– In diesem Augenblick |sitzt der Schreiber im Nebenzimmer u paginirt den alten Dichter.
Leben Sie wohl und nehmen Sie von Ihrer schönen Arbeitssehnsucht recht viel ins Civil herüber. So könnten Sie z. B. den Götterliebling zu Ende schreiben. Finden Sie nicht? – Viele |herzliche Grüße
Ihr Arthur
24/6 95.
    Bildrechte © Beinecke Rare Book and Manuscript Library, Yale