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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 17. [7. 1895]
Hofmannsthal, Hugo von
Hodonín
Empfang: [18. 7. 1895 – 22. 7. 1895?]
Schnitzler, Arthur
Bad Ischl
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 43
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 3 Seiten, 1.457 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit Bleistift Datum der Beantwortung vermerkt: »7 95« und nummeriert: »73«
Veröffentlichung 1
Hugo von Hofmannsthal: Briefe. 1890–1901. Berlin: S. Fischer 1935, S. 152–153.
Veröffentlichung 2
Hugo von Hofmannsthal, Arthur Schnitzler: Briefwechsel. Herausgegeben von Therese Nickl, Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1964, S. 56.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Hugo von Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, 17. [7. 1895]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00464.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L00464«.

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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Mittwoch, 17. 7. 1895

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Schnitzler/Bahr
Schnitzler/Bahr
Schnitzler/Bahr
Wiener Schnitzler
Kulturveranstaltungen
Gedruckte Briefwechsel

Arthur Schnitzler an Marie Reinhard, 17.7.1895

Quelle: Hermann Bahr, Arthur Schnitzler. Briefwechsel, Aufzeichnungen, Dokumente 1891–1931. Herausgegeben von Kurt Ifkovits, Martin Anton Müller. Göttingen: Wallstein Verlag 2018

Gedruckte Briefwechsel

Arthur Schnitzler an Marie Reinhard, 17. 7. 1895

Quelle: Arthur Schnitzler: Briefe 1875–1912. Hrsg. v. Therese Nickl u. Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1981.

Weiteres

Hugo von Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, 17. [7. 1895]

|Göding, 17ten 11 Uhr.
es macht mir eine merkwürdige Freude, diesem Brief in Gedanken nachzugehen. Ich habe voriges Jahr sehr glücklich vor mich hingelebt, von den Tagen in Salzburg bis in den September fühle ich im Zurückdenken das complexe Glück von Bewegung, Blick und Gedanken, sich-Hergeben und sich-Behalten, Mitleid, Verliebtheit und Einsamkeit, dunklen Gewittern am Abend und blaßgelben lautlosen Blitzen in der Nacht; am Anfang mehr die Melancholie der kleinen Eisenbahn mit dem Roth vom Sonnenuntergang auf den Kupfernägeln der Bänke, mit den geschminkten und lautredenden |Frauen in allen Stationen, mit dem plötzlichen Dunkel- und Kaltwerden in dem kleinen Tunnel und gleich darauf den harmlosen von nichts wissenden Bauernhäusern und kleinen Gärten; am Ende mehr die stundenlangen Gespräche in der Nacht im Regen, im Wald und auf der weißen nassen Landstraße mit Edgar und das sstarke aufgeregte Fühlen von sein und meinem Leben wie in einem.
Als ein besonders merkwürdiger Tag erscheint mir der, wo wir mit Goldmann vor seiner Abreise zuerst beim Leopold waren und dann ein großes Gewitter gekommen ist. Ich kann aber nicht finden, warum.
|Heute nachmittag gehe ich auf Patrouille und bleib über Nacht aus. Morgen wenn ich zurückkomm und gebadet hab, wird der Pan daliegen, den mir der Salten geschickt hat. An solchen kleinen Freuden bringe ich mich wie an Springstöcken von Stein zu Stein über diese Öde hinüber.
Adieu, schreiben Sie und Richard mir doch bald.
Ihr
Hugo.
    Bildrechte © University Library, Cambridge