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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 12. 5. 1897
Beer-Hofmann, Richard
Bad Ischl
Empfang: [13. 5. 1897 – 17. 5. 1897?]
Schnitzler, Arthur
Paris
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 8
Typ Brief
Beschreibung 2 Blätter, 7 Seiten, 1.632 Zeichen
Handschrift Bleistift, lateinische Kurrentschrift
Zufügungen
Ordnung mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »95«
Veröffentlichung 1
Arthur Schnitzler, Richard Beer-Hofmann: Briefwechsel 1891–1931. Herausgegeben von Konstanze Fliedl. Wien, Zürich: Europaverlag 1992, S. 103–104.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Richard Beer-Hofmann an Arthur Schnitzler, 12. 5. 1897. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00675.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L00675«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Mittwoch, 12. 5. 1897

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Wiener Schnitzler
Kulturveranstaltungen
Weiteres

Richard Beer-Hofmann an Arthur Schnitzler, 12. 5. 1897

|Ischl. 12/V 97
Lieber Arthur! Ich habe einen recht starken Luftröhrenkatarrh gehabt (war auch bei Ihrem Schwager) und bin deshalb, (Luftveränderung) und auch um für P. Wohnung zu suchen am 7/V hieher gereist; übermorgen fahre ich wieder nach Wien zurück. Anfangs Juni komme |ich dann wieder mit Papa hieher – in unsere alte Wohnung im Egelmoos. P. wohnt schon hier in einem kleinen Zimmer, in einem kleinen Haus und ist recht lieb und gut. – (Sie werden jetzt lächeln und dieselbe Zärtlichkeit bei sich suchen und finden – außer Sie sind ein gottverlassenes |Scheusaal)1 Über Ihr und Goldmanns Schicksal bei dem Brandunglück hab ich mir keine Sorgen gemacht. Von Goldmann wußte ich daß er noch nicht in Paris war, – ich sprach am selben |Tag telefonisch mit Ihrer Mama, und daß Sie nicht zu dergleichen Dingen gehen war mir bekannt.
– Wahrscheinlich sind Ihnen aber bei diesem Anlasse alte (»Ihrige«) oder auch neue Novellenstoffe von Hinterbliebenen eingefallen; auch |die Notwendigkeit des Testaments machen wird sehr deutlich. –
Paul Goldmann wird – da er ja immer aus allen Ereignissen wie die Biene den Honig saugt – aus der Tatsache daß ich Ihnen schreibe, irgendwelche Schlüße auf mein Verhältniß zu ihm ziehen, und erklären |»Siehst Du, Dir schreibt er«! Dann folgt Ihr Beruhigungsversuch; dann sagt Paul sehr großartig resignirt: »Laß das Kinderl – ich weiß ja– –! Ja – ja!« Sollte er aber die Gemeinheit der Gesinnung soweit treiben, daß er sich vor Aufregung |auf den eigenen Fuß tritt, – »Pardon« ruft und ein Erdbeben markirt, – dann schimpfen Sie ihn gehörig in meinem Namen zusammen. –
Wann kommen Sie? –
Was macht Paul im Sommer?
Herzlichst
Richard
»Deutlicher schreiben!«
  1. 1 die 2 a im letzten Worte sind ein orthographischer Irrthum – keine Feinheit
Bildrechte © University Library, Cambridge