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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 17. 5. [1897]
Hofmannsthal, Hugo von
Wien
Empfang: [18. 5. 1897 – 22. 5. 1897?]
Schnitzler, Arthur
Paris
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 43
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.399 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit Bleistift die Jahreszahl ergänzt: »97«
Ordnung mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »90a«
Veröffentlichung 1
Hugo von Hofmannsthal, Arthur Schnitzler: Briefwechsel. Herausgegeben von Therese Nickl, Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1964, S. 86.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Hugo von Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, 17. 5. [1897]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00677.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L00677«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00677.html |titel=Hugo von Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, 17. 5. [1897] |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1897-05-17 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Montag, 17. 5. 1897

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Kulturveranstaltungen
Weiteres

Hugo von Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, 17. 5. [1897]

|Wien 17ten Mai.

Mein lieber Arthur

ich höre mit großer Freude von verschiedenen, dass es Ihnen sehr gut geht und hoffe, dieser Brief trifft Sie noch vor der Abreise nach London. Mir ginge es auch recht gut (besser als lange) wenn nicht dieses unglaubliche Wetter wäre. Man muß das Wetter erwähnen, es ist |zu wichtig. Seit den ersten Tagen Mai ist ein finsterer Himmel wie im Februar, stundenlange Regengüsse, 3–5 Grad, manchmal in einer Woche kein Stück blauer Himmel. Und da schon vorher ein paar sehr schöne Tage waren, ssehnt man sich umsomehr, wie nach einem unterbrochenen Traum. Ich war die ganze Zeit fast nur zuhaus und habe meine Grammatika gelernt |und alte Texte gelesen. Ich freue mich mehr als ich sagen kann, darauf wieder aufs Land zu können, das drängt alles andere zurück.
Vom Sommer weiß ich noch nicht viel bestimmtes. Jedenfalls bin ich bis zum 20ten Juni in Wien. Einen Abend, dann noch einen und einen kalten unfreundlichen Tag am Land (Dornbach, Neuwaldegg) hab ich mit Brahm verbracht, jedesmal |nur mit ihm und Hirschfeld. Brahm ist ein überaus guter und angenehmer Mensch; es muss von solchen Menschen wohl gar nicht so wenige geben und wir sind manchmal zu sehr geneigt, diejenigen, die wir zufällig nicht kennen, abzuleugnen. Wir sind überhaupt sehr vorlaut. Wir haben aber vielleicht doch ein bischen Talent.
Leben Sie weiter wohl und erfreuen uns bald durch merkwürdige Erzählungen.
Ihr Hugo.
    Bildrechte © University Library, Cambridge