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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 19. 5. 1899
Schnitzler, Arthur
Wien
Empfang: [20. 5. 1899 – 24. 5. 1899?]
Brandes, Georg
Kopenhagen
Textzeuge 1
Signatur Dk, Kopenhagen, Det Kongelige Bibliotek, Georg Brandes Arkiv, box 125
Typ Brief
Beschreibung 2 Blätter, 6 Seiten, 1.583 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Ordnung mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert und datiert: »16. Schnitzler 19/5 99« und auf der sechsten Seite: »Schnitzler«
Veröffentlichung 1
Georg Brandes, Arthur Schnitzler: Ein Briefwechsel. Herausgegeben von Kurt Bergel. Bern: Francke 1956, S. 77.

Textqualität

Diese Abschrift wurde noch nicht ausreichend mit dem Original abgeglichen. Sie sollte derzeit nicht – oder nur durch eigenen Abgleich mit dem Faksimile, falls vorliegend – als Zitatvorlage dienen.

Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Georg Brandes, 19. 5. 1899. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00917.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L00917«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Freitag, 19. 5. 1899

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Wiener Schnitzler
Gedruckte Briefwechsel

Alfred Kerr an Arthur Schnitzler, 19.5.1899

Quelle: Alfred Kerr, Arthur Schnitzler: »Es ist eine sehr seltsame Gefühlsmischung, die Sie erwecken.« Briefwechsel 1896–1925. Hg. Elgin Helmstaedt. In: Sinn und Form, Jg. 69, H. 5, September/Oktober 2017, S. 581–618.

Kalliope Verbundkatalog
Weiteres

Arthur Schnitzler an Georg Brandes, 19. 5. 1899

|Lieber und verehrter Herr Brandes,

innigen Dank für Ihre herzlichen Worte. Es ist etwas erquickendes in der Art, wie Sie einem Worte sagen, die von einem andern ausgesprochen, eben nichts als Worte wären. Ich bin jung, sagen Sie? Nun, wenn es selbsso wäre – unter gewissen Umständen sind Jugend, Frühling, Sonne so traurige Dinge, dass man in ihrem Bewußtsein zusammenschauert statt sich zu |freun. Diese Abende, die ich jetzt manchmal auf dem Land draußen verbringe, die Orte wo ich hinkomme, alles das dampft von Erinnerungen; – ahnt man denn, wie tief manche Gräber sind! –
Verzeihen Sie dass ich schon wieder davon rede; während Sie selbst ohnedies nicht in der glücklichsten Stimmung sind. Ich wußte absolut nicht, dss Sie noch immer bettläge|rig waren; wie gern möcht ich endlich hören, dss Sie ganz genesen sind. Dabei ist doch sehr erfreulich, dss die Sache völlig unbedenklich ist und dass Sie dabei arbeiten und sich über den Zusammenfluss von Büchern und Briefen auf Ihrer Bettdecke freuen. Der Erfolg Ihrer Gesammtausgabe ist ja selbstverständlich. Ludwig Fulda, auf dessen Schreibtisch ich vor ein paar Wochen |Ihre Gedichte liegen sah, hab ich ein wenig um sein dänisch können beneidet. Die Zukunftsnummer vom 7. April hab ich noch nicht gesehen, lasssie mir durch meine Buchhandlung kommen.
Ich will in diesem Frühjahr noch einige kleine Touren (mit dem Rade zumeist) in der Umgegend von Wien machen; immer neues entdeckt man in diesem wunderschönen aber vertrottelten Niederoesterreich.
|Leben Sie wohl, mein verehrter Herr Brandes und seien vielmals gegrüßt.
Ihr ArthurSchnitzler
19. 5. 99.
    Bildrechte © Det Kongelige Bibliotek, Kopenhagen