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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 4. 7. 1901
Schnitzler, Arthur
St. Anton am Arlberg
Empfang: [5. 7. 1901 – 9. 7. 1901?]
Brandes, Edith
Kopenhagen
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 17 (2)
Typ Brief
Beschreibung Maschinenschriftliche Abschrift, 1 Blatt, 1 Seite, 1.676 Zeichen
Herstellung Schreibmaschine
Zufügungen
Zusatz Original nicht nachweisbar
Veröffentlichung 1
Georg Brandes, Arthur Schnitzler: Ein Briefwechsel. Herausgegeben von Kurt Bergel. Bern: Francke 1956, S. 89–90.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Edith Brandes, 4. 7. 1901. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L01141.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L01141«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Donnerstag, 4. 7. 1901

Aufenthaltsorte
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Schnitzler/Bahr
Wiener Schnitzler
Gedruckte Briefwechsel

Arthur Schnitzler an Rainer Maria Rilke, 4. 7. 1901

Quelle: Arthur Schnitzler: Briefe 1875–1912. Hrsg. v. Therese Nickl u. Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1981.

Kalliope Verbundkatalog
Weiteres

Arthur Schnitzler an Edith Brandes, 4. 7. 1901

|Verehrtes Fräulein,

Sie sind mir natürlich auch längst nicht unbekannt, ich kenne sogar Ihr Bild, und vor fünf Jahren hätte ich Sie persönlich kennen lernen können, wenn ich lang genug in Kopenhagen geblieben wäre. Es freut mich natürlich sehr, dass Sie etwas von mir für Ihr Album wollen. Aber da wir nun beinahe gute Bekannte sind, frag ich Sie lieber gleich, was Sie denn am liebsten möchten. Ich meine das so. Vielleicht haben Sie Sympathie für irgend eines von meinen Büchern und wünschen, dass ich Ihnen aus einem solchen Buch etwas in Ihr Album schreiben soll? (Da müssten Sie natürlich warten bis ich wieder in Wien bin, weil ich meine Werke nicht auswendig kenne.) Oder Sie wünschen lieber irgend eine der ungeheuer tiefsinnigen Lebensweisheiten, von denen wir Dichter bekanntlich überfliessen? Oder eine von den graziösen Geistreichigkeiten, die wir zu tausenden vorrätig haben, die man auch beliebig drehen kann und die immer umgekehrt gerade so wahr sind? In Wahrheit hätte ja nur eine Art von Albumblättern wirklichen Wert: eins, auf dem geschrieben stünde, was nur der eine der es schreibt zu nur dem einen sagen könnte, der es verlangt. Wie leid tut es mir, Sie nicht gut genug zu kennen, um Ihnen ein solches anzubieten – und Sie bitten zu müssen, – bis dahin – ein andres zu wählen und entgegen zu nehmen.
Wenn Sie mir eine Zeile antworten, adressieren Sie sie gütigst nach Wien; ich bin auf Reisen und vielleicht schon in wenigen Tagen sehr fern von hier.
Jetzt danke ich Ihnen noch für das viele freundliche das Sie mir in Ihrem Briefe gesagt haben, bitte Sie, sehr herzlich Ihren Vater zu grüssen und bin
Ihr aufrichtig ergebener
Arthur Schnitzler
    Bildrechte © University Library, Cambridge